[…] Aufgrund all solcher Fragen, ohne sie wohl bis aufs Tiefste klären zu können, soll an diesem Negativen Nachmittag eine kritisch-begriffliche Reflexion der Kategorie »Arbeit« erfolgen. Dabei sollte klar sein, dass wir uns angesichts des Verlaufs der bisherigen Geschichte keine Naivität mehr in Bezug auf den Arbeitsbegriff leisten können und darum gilt es in einem ersten Schritt auf vorherrschende Diskussionslagen wie auch Missverständnisse einzugehen, die insbesondere in der deutschen Linken zirkulieren. In einem zweiten Schritt soll die Binnenstruktur Kategorie »Arbeit« begrifflich rekonstruiert und als Basiskategorie für das Verständnis der sich historisch wandelnden gesellschaftlichen Reproduktionstotalität plausibel gemacht werden. Hierbei gilt es u.a. zu zeigen, dass die Kategorie »Arbeit« nur auf der Grundlage von fetischistischen Verkürzungen für geschichtsoptimistische wie -pessimistische Ansätze und Vorstellungen herhalten kann; überhaupt erweist sich heutzutage jede Zielvorstellung geschichtlicher Entwicklung und »jede Behauptung eines Sinnes der Geschichte [als] problematisch und affirmativ« [Adorno, Zur Lehre von der Geschichte…, S. 9]. In einem dritten Schritt gilt es das Verhältnis von »abstrakter« und »konkreter« Arbeit innerhalb kapitalistischer Wertvergesellschaftung und ihres Produktions- und Reproduktionszusammenhangs näher zu bestimmen. In einem vierten Schritt wird gesellschaftliche »Arbeit« in Bezug auf »Muße« und »Spiel« zu reflektieren sein, um zu guter Letzt ausblickend diskutieren zu können, was unter einer emanzipativen »Aufhebung der Arbeit« verstanden werden könnte und ob die Marxsche These heutzutage noch plausibel ist, dass das »wahre Reich der Freiheit … nur auf dem Reich der Notwendigkeit als seiner Basis aufblühn kann.« [MEW 25, S. 828] Dieser Negative Nachmittag bildet das vorläufige Ende einer Trilogie, die mit einem Negativen Nachmittag »Zum Fetischbegriff in der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie« begann und sich mit Fragen zur »Kritik und Dialektik« fortsetzte. Insofern bilden jene beiden Negativen Nachmittage eine gewisse Grundlage für die nun weiterzuführende Diskussion zum Thema »Arbeit«, die aber zugleich die Voraussetzungen der ersten beiden Themen einzuholen versucht, um die Untrennbarkeit aller drei Themen aufzuzeigen. […]
]]>[…] Teil 2 - Kritik als Defetischisierung, Fetischformen in der “Kritik der politischen Ökonomie” Diskussionvia Seltsamer Zusammenschluss […]
]]>Tja, solche Fehler passieren eben nach zuviel lecker Bier und Vitaminmangel aufgrund einseitiger Zwiebelrostbratenernährung. Aber ansonsten hat es sich gelohnt den Referenten aus der Höhle zu locken, das hat er beim Referieren unterstrichen.
War ne recht gute Diskussion. Das Problem an guten Diskussionen ist immer, das sie irgendwann vorbei sind. So wars auch diesmal. Bleibt die Aussicht auf weitere spannende negative Nachmittage..
@m.o.p: ganz einfach: mit lecker bier und ‘nem zwiebelrostbraten!
nachtrag zum handout:
in der ersten fassung des handouts war ein eklatanter fehler drin!!! bei 4.5 zur eigentümlichkeit der äquivalentform muss es in der klammer heißen: “d.i. rechte Seite obiger Gleichung” anstatt “linke Seite”.
inzwischen wurde das korrigiert und steht zum downloaden bereit!
da blutet einem ja das ohr! der schwachmatische referent verhaspelt sich ständig und das auch noch auf schwäbisch, grauenhaft. wie hat man denn den aus den höhlen der schwäbischen alb gelockt?
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