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	<title>Seltsamer Zusammenschluss</title>
	<link>http://seltsamer-zusammenschluss.org</link>
	<description>Man muss die große Lüge und den Hass, den sie hervorbringt, bekämpfen.</description>
	<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 09:24:07 +0000</pubDate>
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	<language>en</language>
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		<title>fremdVA: Frau Steinbachs falsches Opferbild</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 09:18:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eisprinzessin</dc:creator>
		
		<category>Diskussion</category>

		<category>Veranstaltung</category>

		<category>Fremdveranstaltungen</category>

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		<description><![CDATA[Frau Steinbachs falsches Opferbild - Die NS-Vergangenheit des &#8220;Bundes der Vertriebenen&#8221; und seine fragw&#252;rdige Interpretation der deutschen Geschichte
Vortrag und Diskussion mit Erich Sp&#228;ter; Mittwoch, 21. Juli 2010, 19 Uhr im Gewerkschaftshaus, Kleiner Saal; Willi-Bleicher-Stra&#223;e, Stuttgart-Stadtmitte 
Am 5. August will der &#8220;Bund der Vertriebenen&#8221; mit hoher Politprominenz und entsprechender Medienaufmerksamkeit einen &#8220;Festakt&#8221; im Stuttgarter Neuen Schloss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frau Steinbachs falsches Opferbild - Die NS-Vergangenheit des &#8220;Bundes der Vertriebenen&#8221; und seine fragw&#252;rdige Interpretation der deutschen Geschichte</strong><br />
<em>Vortrag und Diskussion mit Erich Sp&#228;ter; Mittwoch, 21. Juli 2010, 19 Uhr im Gewerkschaftshaus, Kleiner Saal; Willi-Bleicher-Stra&#223;e, Stuttgart-Stadtmitte </em><br />
Am 5. August will der &#8220;Bund der Vertriebenen&#8221; mit hoher Politprominenz und entsprechender Medienaufmerksamkeit einen &#8220;Festakt&#8221; im Stuttgarter Neuen Schloss inszenieren. Gefeiert werden soll &#8220;60 Jahre Charta der Heimatvertriebenen&#8221;, die 1950 in Stuttgart verk&#252;ndet wurde. Ein Grund, dieser Selbstinszenierung chronischer Geschichtsf&#228;lscher entschieden entgegen­zutreten und sich des bis heute verh&#228;ngnisvollen Wirkens des BdV bewusst zu werden. <a href="http://www.emanzipationundfrieden.de/VertriebeneSpaeter.pdf" target="_blank">Weitere Informationen</a>. Eine Veranstaltung der Gruppe <a href="http://www.emanzipationundfrieden.de/" target="_blank">Emanzipation und Frieden</a>.
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Nachbereitung “Zur Metakritik von Religion und Religionskritik”</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 18:31:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eisprinzessin</dc:creator>
		
		<category>Negativer Nachmittag</category>

		<category>Download</category>

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		<description><![CDATA[Als Nachbereitung des Negativen Nachmittags “Zur Metakritik von Religion und Religionskritik” mit Lars Quadfasel stellen wir nun den Mitschnitt der Veranstaltung zur Verf&#252;gung:
Download Vortrag (mp3 156MB)
Artikel von Lars Quadfasel zum Thema in der Bremer Zeitschrift “Extrablatt”:

Gottes Spektakel (Teil 1)
Gottes Spektakel (Teil 2)
Gottes Spektakel (Teil 3)

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Nachbereitung des Negativen Nachmittags <a href="http://seltsamer-zusammenschluss.org/?p=125">“Zur Metakritik von Religion und Religionskritik” mit Lars Quadfasel</a> stellen wir nun den Mitschnitt der Veranstaltung zur Verf&#252;gung:</p>
<p><a href="http://www.mediafire.com/file/vgj5tw2kmww/lars quadfasel - metakritik der religion - vortrag.mp3">Download Vortrag</a> (mp3 156MB)</p>
<p>Artikel von Lars Quadfasel zum Thema in der Bremer Zeitschrift “<a href="http://www.extrablatt-online.net/" target="_blank">Extrablatt</a>”:</p>
<ul>
<li><a href="http://www.extrablatt-online.net/archiv/ausgabe-4/lars-quadfasel-gottes-spektakel-teil-1.html">Gottes Spektakel (Teil 1)</a></li>
<li><a href="http://www.extrablatt-online.net/archiv/ausgabe-5/lars-quadfasel-gottes-spektakel-teil2.html">Gottes Spektakel (Teil 2)</a></li>
<li><a href="http://www.extrablatt-online.net/archiv/ausgabe-6/lars-quadfasel-gottes-spektakel-3.-teil.html">Gottes Spektakel (Teil 3)</a></li>
</ul>
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		<title>&#8220;Zur Metakritik von Religion und Religionskritik&#8221; - Vortrag und Diskussion mit Lars Quadfasel</title>
		<link>http://seltsamer-zusammenschluss.org/?p=125</link>
		<comments>http://seltsamer-zusammenschluss.org/?p=125#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 May 2010 12:20:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>magnus</dc:creator>
		
		<category>Diskussion</category>

		<category>Negativer Nachmittag</category>

		<category>Veranstaltung</category>

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		<description><![CDATA[Sonntag, 13. Juni 2010, 16:00, Stuttgart &#8220;Second Take&#8221; (Waggons, Nordbahnhofstr. 165, 70191 Stuttgart, Wegbeschreibung: http://secondtake.blogsport.de/wir).

Der Zustand, den die Religion in der westlichen Welt gegenwärtig bietet, ist ambivalent. Die christliche Religion scheint von der abendländischen Ordnungsmacht zu einer aufgeblasenen Institution für Caritas und Seelsorge heruntergekommen zu sein, die kaum noch den Sonntagsverkauf zu unterbinden vermag. Aktuell [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sonntag, 13. Juni 2010, 16:00, Stuttgart <a href="http://secondtake.blogsport.de">&#8220;Second Take&#8221;</a> (Waggons, Nordbahnhofstr. 165, 70191 Stuttgart, Wegbeschreibung: http://secondtake.blogsport.de/wir).</p>
<p><img id="image126" src="http://seltsamer-zusammenschluss.org/wp-content/uploads/2010/05/dog-ass-jesus.jpg" alt="jesus" style="float:left;" /></p>
<p>Der Zustand, den die Religion in der westlichen Welt gegenwärtig bietet, ist ambivalent. Die christliche Religion scheint von der abendländischen Ordnungsmacht zu einer aufgeblasenen Institution für Caritas und Seelsorge heruntergekommen zu sein, die kaum noch den Sonntagsverkauf zu unterbinden vermag. Aktuell kratzen Missbrauchsskandale und Alkoholfahrten prominenter Oberhirten zusätzlich an der verbliebenen moralischen Autorität. Es läge nahe, jene Entwicklung mit Genugtuung als überfälligen Vollzug aufklärerischer Bemühungen zu wähnen.</p>
<p>Gegen eine solche Einschätzung spricht, dass die Religion, nunmehr bar jeder formalen gesellschaftlichen Autorität, sich nicht eben anschickt entsprechend gesellschaftlich irrelevant zu werden. So füllt ein tibetischer Geistlicher mit seinen Kalendersprüchen ganze Fussballstadien und Kreationismus bzw. &#8220;Intelligent Design&#8221; erheben selbstbewusst Anspruch auf Anerkennung in Schulbüchern.</p>
<p>Indes artikuliert sich ein &#8220;neuer Atheismus&#8221;, der seinen Ausdruck in den Büchern Richard Dawkins oder Bill Mahers Film &#8220;Religulous&#8221; findet. Dieser sucht wissenschaftlich die Ansprüche jenes Aberglaubens zurückzuweisen - und mutet dabei wie ein Selbstgespräch an. Notorisch insistiert er auf wissenschaftliche Erkenntnisse, ohne dabei auf die Tatsache zu reflektieren, dass Subjekte, die in vollem Ernst das Alter der Erde auf 5000 Jahre datieren, bereits eine gewisse Disposition zum Wissenschaftsbetrieb verinnerlicht haben müssen. Statt sich ideologiekritisch mit dem Bedürfnis zu solchem Wahn, der theologisch eher blasphemisch denn orthodox ist, zu befassen, widerlegt man diesen lediglich positivistisch und perpetuiert nur, was man kritisieren will, indem man es zur ernsthaft verhandelbaren Position adelt.</p>
<p><a id="more-125"></a></p>
<p>Mit einigem Recht beansprucht so der Aberglaube im Meinungspluralismus seinen Platz als eine Theorie neben anderen. So erregen am Christentum heute auch weniger inhaltliche Fragen, als vielmehr dessen Anma&#223;ung eine allgemeingültige Wahrheit zu verkünden, Ansto&#223;. Entsprechend erfährt Spiritualität Legitimation und Dignität gerade dann, wenn sie sich dem Anspruch auf Objektivität gar nicht erst nicht verdächtig macht. Jede religiöse Regung, solange sie sich nur inhaltlich bescheidet mit ungreifbarem zivilisationskritischem Raunen und diffusen Affekten, darf sich als &#8220;religiöses Gefühl&#8221; dem Schutz der Gesellschaft vor Kritik sicher sein. Der Glauben als solcher gilt als unantastbares Gut. Dabei ist ganz gleich, woran geglaubt wird, und sei es Djihad, Scharia oder Frauenhass. Das Überschreiten der Grenzen dessen, was als Privatangelegenheit gilt, wird dann qualifiziert als &#8220;Missbrauch der Religion&#8221;, nicht etwa als deren konsequenter Ausdruck. In diesem Verhältnis wird offenbar, dass mit der formalen Herabsetzung der Religion zur Privatangelegenheit diese keineswegs als erledigt gelten kann, sondern sich in ihrem Reservat mehr als nur arrangiert hat. </p>
<p>Lars Quadfasel schreibt u.a. Beiträge für konkret, jungle world, taz &#038; extrablatt. Die Veranstaltung will dazu beitragen, für die Religion, wie sie sich heute darbietet, zu einem angemessenen Begriff (und ergo ihrer Kritik) zu kommen.
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Karl Pfeifer: Die extreme Rechte in Ungarn nach den Parlamentswahlen</title>
		<link>http://seltsamer-zusammenschluss.org/?p=123</link>
		<comments>http://seltsamer-zusammenschluss.org/?p=123#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 02 May 2010 10:10:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>master of puppetz</dc:creator>
		
		<category>Diskussion</category>

		<category>Veranstaltung</category>

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		<description><![CDATA[Dienstag 11.05.2010, 19:30 Uhr
Gewerkschaftshaus Stuttgart, Willi-Bleicher-Str. 20, Raum 245

Mit Besorgnis werden die Ergebnisse der wenige Tage zur&#252;ckliegenden ungarischen Parlamentswahlen zur Kenntnis genommen: Die rechtspopulistisch-nationalkonservative Partei Fidesz wird ihre Oppositionsrolle verlassen und die Regierungsmehrheit stellen, die rechtsextremen Jobbik halten mit einem Stimmenanteil von 16,7 Prozent Einzug ins Parlament. Von einem »politischen Erdbeben« ist die Rede, von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dienstag 11.05.2010, 19:30 Uhr<br />
Gewerkschaftshaus Stuttgart, Willi-Bleicher-Str. 20, Raum 245</p>
<div align="center"><img id="image111" src="http://galeria.index.hu/belfold/2009/03/15/gardaavatas_a_hosok_teren/437613_6eb3f02cd9177ceadae459ba1811c4ea_m.jpg" width="480" /></div>
<p>Mit Besorgnis werden die Ergebnisse der wenige Tage zur&#252;ckliegenden ungarischen Parlamentswahlen zur Kenntnis genommen: Die rechtspopulistisch-nationalkonservative Partei Fidesz wird ihre Oppositionsrolle verlassen und die Regierungsmehrheit stellen, die rechtsextremen Jobbik halten mit einem Stimmenanteil von 16,7 Prozent Einzug ins Parlament. Von einem »politischen Erdbeben« ist die Rede, von einem »Rechtsruck«, die politische Situation in Ungarn habe sich zu einem »Pulverfass mitten in Europa« entwickelt, die Stimmungslage der ungarischen Gesellschaft sei vergleichbar mit einem »Hassvulkan«.</p>
<p>In der Tat sind diese aktuellen parlamentarischen Verschiebungen nicht verharmlosend durch ein Protestwahlverhalten der von ihrer Regierung entt&#228;uschten ungarischen Bev&#246;lkerung zu erkl&#228;ren – schon seit einiger Zeit machen Beobachter darauf aufmerksam, dass Rechtsextremismus in Ungarn kein Randgruppenph&#228;nomen ist, sondern durchaus Zuspruch aus breiten Teilen der ungarischen Gesellschaft erh&#228;lt. &#214;ffentlicher Widerstand ist kaum zu vernehmen, die j&#252;ngst per Gerichtsbeschluss verbotene Ungarische Garde – eine von Jobbik zum »Schutz« der Bev&#246;lkerung vor »Zigeunerkriminalit&#228;t« gestellte paramilit&#228;rische Organisation – marschiert ungest&#246;rt, das Fehlen eines konstruktiven gesellschaftlichen Gegendiskurses erlaubt es rechtsextremen Kr&#228;ften, sich mittels Blut-und-Boden-Ideologien zu Widerstandsk&#228;mpfern gegen die Gef&#228;hrdungen eines Wirtschaftskapitalismus zu stilisieren. Der Schriftsteller und Historiker Gy&#246;rgy Dalos bezeichnete diese Tendenzen j&#252;ngst als »Fr&#252;chte nicht gestellter Fragen. Fragen wie: Was bedeutet Kapitalismus?«. </p>
<p><a id="more-123"></a></p>
<p>Die Erstarkung rechter Kr&#228;fte in Ungarn sollte jedoch nicht vereinfachend als eine lediglich ungarische Problemlage gekennzeichnet werden. Zwar gibt es bestimmte historische Zusammenh&#228;nge wie auch regionale wirtschaftliche und politische Konstellationen, die eine Zunahme antisemitischer, antiziganistischer und homophober Tendenzen gerade in Ungarn zu erkl&#228;ren verm&#246;gen. Doch weist eine differenzierte Auseinandersetzung auf eine wirtschaftspolitische Problematik, die der aktuellen Entwicklung einer radikalen europ&#228;ischen Rechten zugrunde liegt. </p>
<p>Wir freuen uns daher sehr, dass wir Karl Pfeifer als Referenten gewinnen konnten, diese dringliche und notwendige Auseinandersetzung anzusto&#223;en. </p>
<p><strong>Karl Pfeifer</strong> (*1928) lebt als Journalist und Autor in Wien, seit drei Jahrzehnten ergreift er kenntnisreich und vehement das Wort, wenn es darum geht, Antisemitismus, Antiziganismus und Rassismus aufzusp&#252;ren und ihre Wirkmechanismen der Gesellschaft vor Augen zu halten. Seine Betr&#228;ge erscheinen unter anderem in der Budapester Wochenzeitung Hetek und der Berliner Wochenzeitung Jungle World. Er gilt als ausgewiesener Kenner der rechten Szene in Ungarn und engagiert sich seit Jahrzehnten gegen die FP&#214;.</p>
<p>Die Veranstaltung wird vom <em>Seltsamen Zusammenschluss Stuttgart</em> organisiert und findet statt mit Unterst&#252;tzung des <a href="http://stuttgart.verdi.de/" target="_blank">ver.di Bezirks Stuttgart</a>, der <em>VVN Ludwigsburg</em> und des <a title="rls-bw" href="http://www.rlf-bw.de/cms/index.php" target="_blank">Rosa-Luxemburg-Forums f&#252;r Bildung und Analyse in Baden-W&#252;rttemberg e.V.</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>NN: Wochenendseminar zu Kapital Band II mit Nadja Rakowitz</title>
		<link>http://seltsamer-zusammenschluss.org/?p=121</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 09:42:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>master of puppetz</dc:creator>
		
		<category>Diskussion</category>

		<category>Negativer Nachmittag</category>

		<category>Veranstaltung</category>

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		<description><![CDATA[Freitag 16. 4. bis Sonntag 18. 4. (Freitag, 19:30 Uhr: Institut f&#252;r Philosophie Seidenstr.36 Raum 36.31; Samstag und Sonntag: M&#228;dchengesundheitsladen e.V.)
 Band II des &#8220;Kapital&#8221; von Karl Marx ist der am wenigsten diskutierte der drei B&#228;nde. Er ist dadurch kaum bekannt und vielleicht sogar verkannt &#8212; und wartet auf seine Entdeckung. Er behandelt die Zirkulations- [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freitag 16. 4. bis Sonntag 18. 4. (Freitag, 19:30 Uhr: Institut f&#252;r Philosophie Seidenstr.36 Raum 36.31; Samstag und Sonntag: <a href="http://www.maedchengesundheitsladen.de/anfahrt.htm" target="_blank">M&#228;dchengesundheitsladen e.V.</a>)</p>
<p><img align="left" src="http://i42.tinypic.com/2z4b5ti.jpg" /> Band II des &#8220;Kapital&#8221; von Karl Marx ist der am wenigsten diskutierte der drei B&#228;nde. Er ist dadurch kaum bekannt und vielleicht sogar verkannt &#8212; und wartet auf seine Entdeckung. Er behandelt die Zirkulations- und Reproduktionskreisl&#228;ufe des Kapitals. Er baut dadurch einerseits auf Kapital Bd. I auf, der zun&#228;chst den Produktionsprozess des Kapitals entwickelt, und leitet andererseits zum Band III &#252;ber, wo es dann um den Gesamtprozess des Kapitals geht. Wir werden uns an dem Wochenende mit ausgew&#228;hlten Passagen des Band II besch&#228;ftigten und sowohl die Zirkulation des Kapitals in Abgrenzung zur so genannten &#8220;einfachen&#8221; Zirkulation aus dem Band I des &#8220;Kapital&#8221; als auch die erste Betrachtung der gesamtgesellschaftlichen Reproduktion unter Bedingungen des Kapitalverh&#228;ltnisses diskutieren.
<p>Was wird hier diskutiert? Die M&#246;glichkeit oder gar Notwendigkeit der Krise? Oder der Beweis f&#252;r das &#8220;Funktionieren&#8221; der Reproduktion? Dies sind nicht blo&#223; spitzfindige &#246;konomietheoretische, sondern Fragen von hoher politischer Sprengkraft. Wir werden uns au&#223;erdem mit den verschiedenen Textfassungen dieses Bandes auseinandersetzen &#8212; dem Originalmanuskript von Marx und der Druckfassung von Engels.</p>
<p>Die Veranstaltung am Freitagabend ist offen; dagegen ist eine Anmeldung f&#252;r den Workshop am Samstag und Sonntag erforderlich (die Teilnehmer_innenzahl ist auf 20 begrenzt) &#252;ber marxseminar[at]gmx.net. Nach Anmeldung wird ein Texte-Reader zugesandt.</p>
<p><a id="more-121"></a></p>
<p><img id="image59" src="http://seltsamer-zusammenschluss.org/wp-content/uploads/2007/02/rls-logo.jpg" alt="rls logo" /><br />
Die Veranstaltung wird gef&#246;rdert vom <a title="rls-bw" href="http://www.rlf-bw.de/cms/index.php" target="_blank">Rosa-Luxemburg-Forum<br />
f&#252;r Bildung und Analyse in Baden-W&#252;rttemberg e.V.</a>.
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Deaktivierung der Kommentarfunktion</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Apr 2008 08:43:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eisprinzessin</dc:creator>
		
		<category>Klatsch &amp; Tratsch</category>

		<guid isPermaLink="false">http://seltsamer-zusammenschluss.org/?p=120</guid>
		<description><![CDATA[Die Betreiber_innen dieser Seite haben bis auf weiteres die Kommentarfunktion deaktiviert, um auf das die letzten Wochen stark ansteigende Aufkommen von Rumgetrolle und Unsinnposten zu reagieren. Das hat nichts mit Zensur zu tun, da wir die bisherigen Kommentare selbstverst&#228;ndlich stehen lassen werden. Nicht zuletzt, weil es den Betreiber_innen zu m&#252;hselig ist, bei all diesen Kommentaren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image119" alt=sprechblasen src="http://seltsamer-zusammenschluss.org/wp-content/uploads/2008/04/sprechblasen.jpg" align="left"/>Die Betreiber_innen dieser Seite haben bis auf weiteres die Kommentarfunktion deaktiviert, um auf das die letzten Wochen stark ansteigende Aufkommen von Rumgetrolle und Unsinnposten zu reagieren. Das hat nichts mit Zensur zu tun, da wir die bisherigen Kommentare selbstverst&#228;ndlich stehen lassen werden. Nicht zuletzt, weil es den Betreiber_innen zu m&#252;hselig ist, bei all diesen Kommentaren zwischen &#8220;inhaltlich wertvoll&#8221; und &#8220;unsinniger Quatsch&#8221; zu entscheiden.</p>
<p>Nichtsdestotrotz sahen wir uns in den letzten Wochen immer wieder gezwungen alle Kommentare stets gegenzulesen, da immer wieder pers&#246;nliche Details und berufliche Infos &#252;ber bestimmte dem SZ zugeordnete Personen gepostet wurden. Falls wir uns dazu entscheiden sollten, in n&#228;herer Zukunft wieder die Kommentarfunktion zu aktivieren, seien die betreffenden Poster_innen in aller Form dazu angehalten dies auch in Zukunft zu unterlassen, hier wie auch anderswo, da wohl sie selbst &#252;ber eine Zuordnung solcher Informationen zu ihrem politischen Wirken als letzte ein Interesse haben. Das soll keine Drohung sein, denn es ist nicht die Methode des SZ konkrete Personen f&#252;r ihr politisches Wirken anzugreifen, sondern dieses Wirken selbst einer ideologiekritischen Pr&#252;fung - unabh&#228;ngig von den dahinterstehenden Personen und ihrer angenommenen Pers&#246;nlichkeitsstruktur - zu unterziehen.
</p>
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		</item>
		<item>
		<title>fremdVA: Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autoren Henning B&#246;ke: Maoismus</title>
		<link>http://seltsamer-zusammenschluss.org/?p=118</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Apr 2008 09:26:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eisprinzessin</dc:creator>
		
		<category>Fremdveranstaltungen</category>

		<guid isPermaLink="false">http://seltsamer-zusammenschluss.org/?p=118</guid>
		<description><![CDATA[Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autoren Henning B&#246;ke: Maoismus
Freitag, 25.04.2008, 19.00 Uhr - Subversiv (Burgstallstr. 54, Stuttgart-Heslach)
&#8220;Mit seinem eigenst&#228;ndigen Sozialismus, der sich von dem der Sowjetunion scharf abgrenzte, bildete das China Mao Tse-tungs um 1970 einen bedeutenden Bezugspunkt f&#252;r Befreiungsbewegungen in der Dritten Welt wie f&#252;r die progressive Intelligenz im Westen: Der Maoismus war damals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autoren Henning B&#246;ke: Maoismus</strong><br />
<em>Freitag, 25.04.2008, 19.00 Uhr - Subversiv (Burgstallstr. 54, Stuttgart-Heslach)</em><br />
&#8220;Mit seinem eigenst&#228;ndigen Sozialismus, der sich von dem der Sowjetunion scharf abgrenzte, bildete das China Mao Tse-tungs um 1970 einen bedeutenden Bezugspunkt f&#252;r Befreiungsbewegungen in der Dritten Welt wie f&#252;r die progressive Intelligenz im Westen: Der Maoismus war damals eine ma&#223;gebliche linke Str&#246;mung, mit der gro&#223;en Hoffnung auf ein alternatives Gesellschaftsmodell jenseits von Kapitalismus und b&#252;rokratischem Staatssozialismus verbunden waren.&#8221; (<a href="http://www.theorie.org/index.php?p=2&#038;isbn=3-89657-596-1">theorie.org</a>)</p>
<ul>
<li><a href="http://www.conne-island.de/nf/151/20.html">Kritik von BBZN an dem Buch im CEE IEH 151</a></li>
<li><a href="http://wildcat-www.de/dossiers/china/chd_rezension_boekes.html">Kritik von Anton Pam bei wildcat</a></li>
<li><a href="http://seltsamer-zusammenschluss.org/?p=107">Veranstaltungsmittschnitt &#8220;Maoismus und ML-Sekten&#8221;</a></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Perspektiven f&#252;r eine zeitgem&#228;&#223;e feministische Politik (Referentin: Frigga Haug)</title>
		<link>http://seltsamer-zusammenschluss.org/?p=117</link>
		<comments>http://seltsamer-zusammenschluss.org/?p=117#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Mar 2008 09:58:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>master of puppetz</dc:creator>
		
		<category>Fremdveranstaltungen</category>

		<guid isPermaLink="false">http://seltsamer-zusammenschluss.org/?p=117</guid>
		<description><![CDATA[Perspektiven f&#252;r eine zeitgem&#228;&#223;e feministische Politik (Referentin: Frigga Haug)

Donnerstag, 20. M&#228;rz 2008 um 20 Uhr, im Subversiv (Burgstallstra&#223;e 54, Stuttgart-Heslach)
&#8220;Rosa Luxemburg und die Kunst der Politik&#8221; lautet das j&#252;ngst erschienene Buch von Frigga Haug, das im Rahmen dieses Vortrags eingehender vorgestellt
und hinsichtlich seiner feministisch-politischen Aktualit&#228;t beleuchtet werden soll.
(Veranstaltergruppe: noya)

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Perspektiven f&#252;r eine zeitgem&#228;&#223;e feministische Politik (Referentin: Frigga Haug)</strong></p>
<ul>
<em>Donnerstag, 20. M&#228;rz 2008 um 20 Uhr, im Subversiv (Burgstallstra&#223;e 54, Stuttgart-Heslach)</em></ul>
<p>&#8220;Rosa Luxemburg und die Kunst der Politik&#8221; lautet das j&#252;ngst erschienene Buch von <a href="http://www.friggahaug.inkrit.de/index.htm">Frigga Haug</a>, das im Rahmen dieses Vortrags eingehender vorgestellt<br />
und hinsichtlich seiner feministisch-politischen Aktualit&#228;t beleuchtet werden soll.</p>
<p>(Veranstaltergruppe: <a href="http://www.no-ya.de/">noya</a>)
</p>
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		<title>Dokumentation eines Papiers von »enfants perdus«  zur Kritik der »28 Thesen zur Klassengesellschaft«</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Jan 2008 10:03:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>eisprinzessin</dc:creator>
		
		<category>Diskussion</category>

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		<description><![CDATA[»Die Unterentwicklung der revolution&#228;ren Theorie
 auf der ganzen Welt ist die erste Unterentwicklung,
 die jetzt &#252;berwunden werden muss.«
(Situationistische Internationale 10/1966)
ENFANTS PERDUS beginnen hier mit einer Kritik der »28 Thesen zur Klassengesellschaft« des KOSMOPROLET (2007). &#220;ber dessen Initiatoren, die »Freundinnen &#038; Freunde der klassenlosen Gesellschaft«, war in PHASE2 vom Herbst 2007 zu lesen:
»Es handelt sich hier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="right"><em>»Die Unterentwicklung der revolution&#228;ren Theorie<br />
 auf der ganzen Welt ist die erste Unterentwicklung,<br />
 die jetzt &#252;berwunden werden muss.«</em><br />
(Situationistische Internationale 10/1966)</p>
<p>ENFANTS PERDUS beginnen hier mit einer Kritik der »<a href="http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/prekaer/kosmoprolet.pdf" target="_blank">28 Thesen zur Klassengesellschaft</a>« des <a href="http://mitglied.lycos.de/freunde2003/kosmosprolet_nr_1.htm#Anchor--Editori-55360" target="_blank">KOSMOPROLET</a> (2007). &#220;ber dessen Initiatoren, die »Freundinnen &#038; Freunde der klassenlosen Gesellschaft«, war in PHASE2 vom Herbst 2007 zu lesen:</p>
<blockquote><p>»Es handelt sich hier um eine undogmatische Sammlungsbewegung &#252;ber die Gr&#228;ben der alten Arbeiterbewegung und Linksradikalen hinweg, mit dem Ziel, eine revolution&#228;re Praxis zu entfalten, aber ohne Parteigr&#252;ndungsambitionen. Diese Erscheinung ist noch auf Berlin beschr&#228;nkt. Im Editorial des Kosmoproleten wird aber eine Kontaktaufnahme mit FrankfurterInnen, FreiburgerInnen und SchweizerInnen angedeutet, so dass durchaus noch etwas mehr Staub aufgewirbelt werden k&#246;nnte.</p>
<p>Die Schwierigkeit besteht dabei in einem Spagat zwischen der unbedingten Anerkennung der Niederlage des ersten Ansturms des Proletariats im Nationalsozialismus (1830–1939) und dem Willen, nicht den Kopf h&#228;ngen zu lassen (triste Zeiten, &#252;ber den Globus verstreute Kommunistinnen etc.), sondern lieber seinen Teil zu tun f&#252;r die Erfindung der Zukunft. In den Begrifflichkeiten der j&#252;ngsten Geschichte ausgedr&#252;ckt, ist das der Widerspruch zwischen einer sich zunehmend der deutschen Volksgemeinschaft andienenden Bewegungslinken und der adornitisch-antideutschen Fundamentalopposition, die allerdings h&#228;ufig in die Hypostasierung ihrer eigenen Ohnmacht verf&#228;llt. Die Freundinnen und Freunde der klassenlosen Gesellschaft beziehen daher eine doppelte Stellung einerseits gegen unmittelbare Praxis, also die Illusion, es g&#228;be bereits irgendwelche Bewegungen, die offen f&#252;r revolution&#228;res Gedankengut w&#228;ren und andererseits gegen die deutsch-romantische Neigung, sich im Angesicht der geschlossenen Totalit&#228;t in Untergangsstimmung zu versetzen und in selbst gebastelter Theorie einzurichten. Derlei polare Gegens&#228;tze und ihre Aufl&#246;sung machen die Schwierigkeit aus. Es ist immer besser, von den Trennungen auszugehen, um sie dann zu vereinen zu suchen. Gegenw&#228;rtig spalten sich die Linken in einen praktischen und einen theoretischen Fl&#252;gel auf, so da&#223; Kopf und Hand getrennt erscheinen: Theorie und Praxis schlie&#223;en sich heute in erstarrter Opposition gegenseitig aus. Auf der einen Seite der blinde Aktivismus, der immer nur sich selbst und nie die Gesellschaft in Bewegung bringt, auf der anderen Seite ein trockener Akademismus: Man lese nur die Druckerzeugnisse der studentischen Linken, wohne ihren gespenstigen Vortragsversammlungen bei und man versteht auf der Stelle woher die Feindschaft gegen Theorie ihre Nahrung bezieht. Solche Widerspr&#252;che durchziehen die Thesen – nur den zwischen Mann und Frau bzw. Vernunft und Sinnlichkeit wollen sie nicht sehen. Ebenso pr&#228;gt der Versuch einer Vereinigung dieser Widerspr&#252;che den Stil. In diesem Fall ist die Aufl&#246;sung einfach die, dass gesagt wird, man solle denkend handeln und handelnd denken: Wer nicht begreift, kann nicht wirklich handeln, und wer nicht handeln will, wird auch nicht begreifen.<br />
Es ist unm&#246;glich, den Text vollst&#228;ndig zu referieren, man liest ihn daher besser selbst.«</p></blockquote>
<p><a id="more-116"></a></p>
<p>ENFANTS PERDUS stellt diesen Text bei Gelegenheit des »radikal«-reformistischen und unverhohlen anti-»antideutschen« Kongresses des »ums Ganze«-Spektrums in Frankfurt im November 2007 zur Verf&#252;gung zusammen mit dem ersten Teil (zur Vorbemerkung) einer Kritik an den 28 Thesen des KOSMOPROLET .</p>
<p>Die weiteren kritischen Randglossen zu den folgenden neuralgischen Punkten der KOSMOPROLET-Thesen k&#246;nnen ab Januar auf diversen websites weiter verfolgt werden, z.B. auf theoriepraxislokal.org</p>
<ol>
<li>Zur Vorbemerkung:<br />
            In diesem, hier als Printfasssung verbreiteten, ersten Punkt wird auf den in der Vorbemerkung des KOSMOPROL gesetzten Selbstanspruch eingegangen und bei aller W&#252;rdigung gezeigt, dass er nicht eingel&#246;st wird sondern stattdessen neo-operaistische Nostalgie und bakuninistische Trennung von der Klasse zur Folge hat bzw. legitimieren soll.</li>
<p>          Die weiteren kritischen Punkte der 28 Thesen sind dann vor allem:</p>
<li>Das Problem der Klassenambivalenz des modernen Proletariats, dessen Teil wir sind.</li>
<li>Das Verh&#228;ltnis von objektiver &#246;konomischer Tendenz (Krisen-, Katastrophenentwicklung) und Subjektivit&#228;t im Fetischismus von Lohnarbeit/Kapital als »automatischem Subjekt«.</li>
<li>Die Aufgabe von Konkretisierungen des &#246;konomischen und politischen &#220;bergangs, der Transformationsformen aus der kapitalistischen in eine communistische Produktionsweise weltweit, - was erneut das Verh&#228;ltnis von »Minimalismus« und »Maximalismus« oder Reform und Revolution aufwirft.</li>
<li>Die Thematisierung oder Verdr&#228;ngung des revolution&#228;ren Begehrens, des Systems der Bed&#252;rfnisse und der radikalen Bed&#252;rfnisse in der Spannung zu den Scheinl&#246;sungen der Entfremdungen, die vor allem aus der modernen »Alltagsreligion« hervorgehen und mehr oder weniger barbarisch ausschlagen.</li>
<li>Die entscheidende Frage der theoretischen Praxis und der Praxis insgesamt, wie sie vermittelt werden k&#246;nnen, - was zugleich die Frage communistisch-revolution&#228;rer Selbstorganisierungsformen zur Association freier und selbstbestimmt produzierender Individuen ist.</li>
</ol>
<p>Wir m&#246;chten gleich andeuten, dass alle diese Streitpunkte das aktuelle Problem einer communistischen Parteinahme in der realpolitischen Kapital-und Staaten-Konstellation auf Basis des fertigen und krisenhaft weiterprozessierenden Weltmarkts markieren, und dass sie von der gef&#228;hrlichsten, im historisch bereits eingetretenen Bruch der Zivilisations- und Revolutionsgeschichte durchbrechenden »anti«-kapitalistischen Alltagsreligion, dem modernen Antisemitismus, als der letzten universalen geschlossenen Weltanschauung, untrennbar sind.</p>
<p>Wo die 28 Thesen diesen Gesamtzusammenhang ausblenden oder fragmentarisieren, wo sie es fertigbringen, von der kapitalistischen Alltagsreligion im allgemeinen &#252;berhaupt nicht und vom modernen Antisemitismus im besonderen kaum zu sprechen sowie um die aktuell am gebieterischsten f&#252;r alle Communist_innen sich stellende Parteinahme f&#252;r »den Juden unter den Staaten«: Israel, herum einen gro&#223;en Bogen hinein in die schlechteste Abstraktheit zu machen, dann verstellen sie sich selber den Weg zu der eingeforderten kollektiven cosmo-proletarischen Debatte und neo-communistischen Kritik, dem angepeilten geschichtstheoretischen und praktischen Terrain: dem zu erneuernden »Klassenkampf als Schluss, worin sich die Bewegung und Aufl&#246;sung der ganzen Scheisse aufl&#246;st« (Marx &#252;ber Zweck und Ziel der Kritik der politischen &#214;konomie).</p>
<p><strong>1. Zur Vorbemerkung:<br />
Die gefesselten Worte</strong></p>
<p>Zu Recht setzen die freundinnen&#038;freunde der klassenlosen gesellschaft den Anspruch h&#246;her als alle jene Amts- und sub-akademischen Konfusionsr&#228;te, die reformistisch-aktionistisch »radikal« ums Ganze schleichen wie die Katze um den heissen Brei. Die 28 Thesen gehen aufs Ganze. Sie k&#252;ndigen eine materialistische Historisierung der Begriffe »Proletariat«, »Klassenkampf«, Revolution« an. Damit versuchen sie auszubrechen aus der erstarrten Landschaft des Linkskommunismus. Doch bleibt diese »Skizze« einer neuen Klassenkampfszenerie halbherzig, sie drehen schon vor der &#214;ffnung der Begriffe selber ab: »Ein offener Begriff ist offenbar ein unbestimmter, also keiner.« verk&#252;nden sie (These 12). »Verbreitet ist auch die abgeschw&#228;chte Auffassung, Klasse sei ein Verh&#228;ltnis und darum nicht objektiv bestimmbar. Aber Verh&#228;ltnis von was?« fragen sie richtig. Begriffe selber bezeichnen gerade Verh&#228;ltnisse, so dass begriffliche Erkenntnis deshalb nur offen sein kann. So wiedie prozessierenden Widerspr&#252;che, deren bewusstmachende Bewusstseins-Ausdr&#252;cke sie sind; dass Begriffe diese Widerspr&#252;che &#246;ffnen k&#246;nnen und sollen – gerade da, wo diese stillgestellt = verdinglicht, d.h. ungeschichtlich gesind. Nur durch die Arbeit des Begriffs k&#246;nnen wir – nat&#252;rlich immer nur auf Basis unserer praktischen Erfahrungen in den wirklichen Widerspr&#252;chen des prozessierenden gesellschaftlichen Seins selbst – die Fetisch-Gestalten aufl&#246;sen, die objektiv an-sich-Seiendes und subjektiv f&#252;r-uns-Seiendes zu einer ununterscheidbar identisch scheinenden Naturhaftigkeit unserer gesellschaftlichen Konstruktionen (wie Wert&#038;Warenproduktion) mystifizieren. So nimmt sich die weiterprozessierende Klassenteilung der menschlichen Gesellschaft aus: falscher/verkehrter aber realer Schein. Paradox im Begriff einer »klassenlosen Klassengesellschaft« festgehalten, kann der Klassenwiderspruch, das Verh&#228;ltnis Lohnarbeit/Kapital, welches die Totalit&#228;t der heutigen Weltgesellschaft bestimmt, in seine unz&#228;hligen Erscheinungsformen hinauf (n&#228;mlich in seine konkreten Daseinsformen hinein) erkennbar gemacht, ge&#246;ffnet werden: ein Begriff ist ein offener, &#246;ffnender oder es ist keiner.</p>
<p>Die Anstrengung des Begriffs kann dadurch zugleich »zeigen, woher die Vorstellungsweise von Spiesser und Vulg&#228;r&#246;konom stammt, n&#228;mlich daher, dass in ihrem Hirn sich immer nur die unmittelbare Erscheinungsform der Verh&#228;ltnisse reflektiert, nicht deren innerer Zusammenhang. W&#228;re letzteres &#252;brigens der Fall, wozu w&#228;re dann &#252;berhaupt eine Wissenschaft n&#246;tig?«, so Marx. Durch die Bestimmungen - des Einen durch sein Anderes in alle Richtungen und unabschliessbar so – k&#246;nnen die Widerspr&#252;che klargemacht werden, ihre blind-naturw&#252;chsigen Bewegungsformen (gesamtgesellschaftlich heute: die kapitalistischen Produktionsverh&#228;ltnisse und alle &#220;berreste vorhergegangener Produktionsweisen) k&#246;nnen dadurch nicht nur permanent besser begriffen sondern auch praktisch experimentell so ergriffen werden dass wir sie in den Menschen und den Produzierenden gem&#228;&#223;e, vern&#252;nftige Bewegungsformen (d.h. in eine communistische Produktion und Verteilung, geplant zwecks Befriedigung unserer individuellen und gesellschaftlichen Bed&#252;rfnisse und zu keinem anderen Zweck) transformieren k&#246;nnen.</p>
<p>Alles andere l&#228;uft auf Obskurantismus, Fatalismus, Mystifikation hinaus. Die &#246;ffnende Arbeit des offenen Begriffs, der Bestimmungen als Denkausdr&#252;cken der historischen Verh&#228;ltnisse im materiellen Lebensprozess einer Gesellschaft, kann nicht auf der Ebene der unmittelbaren Erfahrungen (des Empirismus), der blo&#223;en sinnlichen Gewissheit allein geleistet werden, n&#228;hmen auch noch so viele »Massen« arbeitender oder arbeitsloser Menschen an diesem »Erfahrungsgrund«-Erkenntnisprozess teil. Die »Ausweitung« kosmo-proletarischer »Kommunisierung« allein kann den Selbstorganisierungsprozess und qualitativen Sprung von der Klasse-an-sich zur Klasse des Bewusstseins nicht ersetzen und f&#252;hrt ihn auch nie spontan herbei. Hier hilft nicht noch so wertvolles »Produzentenwissen«, auch nicht »Produzentenmacht« an sich (die ebenso in Fetischformen befangen sind wie die Grundform aller Proletarit&#228;t: der Lohnfetisch), der Glaube an die Selbstregenerierungskraft der Klasse und die Hoffnung auf einen neuen Internationalisierungs- und Vernetzungs-Schub, weder das Setzen auf eine »Avantgarde« von aussen noch auf eine »kollektive Aktion« als Propaganda der Tat und Erkenntnisblitz in »der Revolte« kann bewirken, dass die l&#228;ngst anstehende communistische Umw&#228;lzung das Werk der Gesamtarbeiterin selber ist – weder die Hassliebe radikalreformistisch regulierenwollender Staatssubjekte (»linker Regierungen«) kann diese Selbsterziehung einer entscheidend hinreichend starken treibenden Minderheit innerhalb »der ungeheuren Mehrzahl« zum Begreifen der konkreten Totalit&#228;t ersetzen noch der kollektiv-anarchistische oder linkskommunistische »Wille« als GlaubeLiebeHoffnung in der Theorie plus »militante Untersuchung« in der Praxis.</p>
<p>Unabdingbar ist die selbstt&#228;tig organisierte Arbeit der theoretischen Praxis, anstatt »irgendeiner Art Proletkult. Es handelt sich dabei um ‚Dialektiker gewordene Arbeiter’, wie sie es massenweise werden m&#252;ssen bei der Aus&#252;bung der Macht der Arbeiterr&#228;te.« - so zogen schon die Situationisten das Fazit aus den r&#228;te-communistischen Erfahrungen der bisherigen proletarischen Revolutionsanl&#228;ufe und insbesondere dem Mai 1968 in Frankreich. »Die R&#228;teorganisation wird man letzten Endes nur durch die Koh&#228;renz ihrer Theorie und ihrer Aktion beurteilen k&#246;nnen sowie durch ihren Kampf um die vollst&#228;ndige Abschaffung jeder Macht, die ausserhalb der Arbeiterr&#228;te weiterbesteht bzw. versucht, sich ihnen gegen&#252;ber zu verselbst&#228;ndigen.« (S.I. Revue N°12/1969, dt.Bd.2:407)</p>
<p>Die 28 Thesen verweilen lange beim historischen Gestaltwandel, dem Verschwinden und Abschleifen des Massenarbeiter-Milieus und der sukzessiven Integration der alten Arbeiterbewegung(en) und sehen dabei eine kontinuierliche Entwicklungslinie, »Logik der Klassenk&#228;mpfe« zu sich kommen. Der epochale Geschichtsbruch scheint f&#252;r sie aus dieser Optik der Kontinuit&#228;t der »Einbindung« in die klassenlose Sozialstaatsgesellschaft ganz eingeebnet. &#220;berraschend suggerieren sie dann in mystischen Allm&#228;hlichkeit das Gegenteil: Die Zusammenschau sieht gegen Ende gleichsam aus wie der tendenzielle Fall des B&#246;sen in der Klasse. Sogar die Existenzk&#228;mpfe betriebsfixierter Lohnsklaven f&#252;r den Erhalt »ihres Standorts« sind da gutzuheissen, und ab der Gewerkschaftsthese (23), die »den Maximalismus«(warum nicht gleich »Revolutionarismus«) in die Schranken weist, h&#252;pft der Wertungsakzent auf den Proletkult-Pol. Schliesslich »sich dann Duckm&#228;user in Rebellen, und Leute, die nie eine Zeile Marx gelesen haben, werden auf einmal die besten Kommunistinnen.« Auf einmal, wie mit Zauberschlag.</p>
<p>Es muss Selbstaufkl&#228;rungsbem&#252;hungen geben, sogar eine Praxis der Theoriebildung auf Seiten der Proletarisierten selbst, ganz ohne den Mythos von der pl&#246;tzlichen »Revolte«. Doch wo blieben dann die erfahrenen Experten und Piloten der »Subversion«, jene »versprengten Unzufriedenen« Freundinnen, Freunde und heimlichen LiebhaberInnen des eigentlichen Proletariats, die von den Thesen immer nur als an ihrer schicksalhaft ihnen auferlegten Trennung von der Klasse schwer Leidende dargestellt sind?</p>
<p>Dem Spontaneismus, Empirismus und Historismus entspricht die durchg&#228;ngige Methode der Kantianischen Erkenntnistheorie, die das Erbe der deutschen, idealistischen Linken ist – vom sozialdemokratischen Kathedersozialismus und auch vom linkskommunistischen Dietzgen- und Pannekoek-Verm&#228;chtnis her. Das Klassen-Wesen bleibt ihnen allen ein unerkennbares Ding-an-sich. Auf der Ebene von Wesen und Substanzialit&#228;t der kapitalistischen Widerspr&#252;chlichkeit werden diese Kategorien immer noch als unwandelbare »Dinge« fixiert (»Essenzialismus«, »Substanzialismus«) anstatt davon auszugehen: »Das Wesen ist in den Erscheinungen.«, Substanz ist »die absolute Formt&#228;tigkeit.« (Hegel)</p>
<p>Die Kritik der politischen &#214;konomie von Marx treibt diese reellen Widerspr&#252;che &#252;ber ihre mystifizierende System-Kristallisierung in der Hegelschen Wissenschaft der Logik hinaus in eine Praxis der Theorie des Klassenkampfes: »Hegels Dialektik ist die Grundform aller Dialektik, aber nur nach Abstreifung ihrer mystischen Form, und dies gerade unterscheidet meine Methode.« (Marx 1868)</p>
<p><strong>Der neue Prolet als Retro-Spektakel?</strong></p>
<p>Die 28 thesen trennen die Erscheinungsformen der historischen Arbeiterbewegung von dem, was sie weniger als »Begriff« denn vor allem als Bild fixieren, das »nicht hinf&#228;llig« sein soll:</p>
<p>In diesem Bild ist die Selbstbezeichnung als der »Kosmoprolet« aufschlussreich. M&#228;nnlich konnotiert, eine Selbstverortung gegen die zuletzt doch widerwillig einger&#228;umte »Vielfalt der Orte proletarischer Realit&#228;t«, die sie als Momente einer Klasse zu denken versuchen. Damit dementieren sie endlich selber ihre Abwehr der Klasse als »offenen Begriff«.</p>
<p>Wenn sie aber so eingestehen m&#252;ssen, dass die Begriffe durch und durch historisch und gerade damit nicht hinf&#228;llig, nur bewusstmachende Ausdrucksformen von Kategorien als Daseinsformen, Existenzbestimmungen der von Menschen gemachten Geschichte sind, so rufen sie – nicht begrifflich-kategorial sondern bildlich-spekulativ, eben als unterschwelligen Mythos noch einmal den knackigen revolution&#228;ren Arbeiter an, beschw&#246;ren das operaistische Ideal von »der Klasse«, welche die »Subversion«, und »Revolte« verk&#246;rpern soll – genau nicht durch kollektive Arbeit-des-Begriffs, sondern durch Selbstgen&#252;gsamkeit des »Produzentenwissens« und der »Produzentenmacht«, nicht durch Selbstorganisierung zur Klasse-des-Bewusstseins, sondern durch »die Hoffnung, dass auf ein Jahrhundert der antiimperialistischen Mythologie eine neue &#196;ra des proletarischen Internationalismus folgt« (These 20), nicht durch kollektives Aneignen und Weitertreiben der Kritik der politischen &#214;konomie, Kritik der libidin&#246;sen &#214;konomie, d.h. aller Formen des gesellschaftlichen Fetischismus, sondern durch eine Selbstl&#252;ge &#252;ber »den von allen geteilten Erfahrungsgrund, … aus dem die kommunistische Kritik hervorgeht« und durch die entsprechende Selbstberuhigung, »dass die Rechtfertigung der Verh&#228;ltnisse heute mehr Anstrengung bedarf als ihre Ablehnung«. Das w&#228;re sch&#246;n.</p>
<p><strong>Mythos und Mob</strong></p>
<p>Das Frage ist keineswegs die diffuse »Ablehnung des Kapitalismus«, des »Neoliberalismus«, »der Globalisierung« etc. durch alle m&#246;glichen Kapitalismuskritikerinnen von M&#252;ntefering bis Sloterdijk oder eben des »Kleinen Mannes« mit dem Palituch um den Hals. Es geht auch die Verk&#252;rzung der kritischen Theorie durch die Thesen an der viel schwierigeren, h&#228;rteren, komplexeren Aufgabe der kollektiven Anstrengung des Begriffs vorbei, wenn es heisst:</p>
<p>»Die Widerspr&#252;che der Gesellschaft, welche die kritische Theorie auf den Begriff zu bringen versucht, werden von allen erfahren und von vielen insgeheim erkannt.« (These 28) Dieses Vielen zugeschriebene Geheimwissen, diese augenzwinkernde Vereinnahmung oder Einvernehmlichkeit arbeiterischer »Solidarit&#228;t« im Sinne eines Wir-Gef&#252;hls &#8230; Dagegen »lesende Arbeiter« mit ihrem theoretischen Sinn, die »K&#246;pfe zum Generalisieren auf den Schultern haben« (Marx). Sie werden so mit allzu sp&#252;rbarem antiintellektualistischen Ressentiment als »akademistisch« abgetan und tendeziell zu verkopften Aussenseitern und St&#246;rern stigmatisiert. Der mystische »Erfahrungsgrund« einer Erkenntnis-insgeheim outet sich auch hier zuletzt als der Mythos von »der Aktion«, die wie eine gigantische Detonation den Verblendungszusammenhang der Klasse(n) aufl&#246;sen soll. Eine ausserordentlich schlichte Spontaneit&#228;tstheorie, kalter Kaffee des klassischen Operaismus, in dessen Nostalgie die 28 Thesen sich zuletzt fl&#252;chten. Der beste und inbr&#252;nstigste Wille vom erhabensten Standpunkt aus aber hat weder den leninistischen Partei- noch den antileninistischen R&#228;tekommunismus zum Erl&#246;ser der Klassengesellschaft gemacht. Er musste wiederholt die konformistische Revolte, die barbarische Regression ohnm&#228;chtig &#252;ber sich ergehen lassen, die er bagatellisiert bzw. ignoriert. »Mitunter« werden genau die »besten« Gef&#252;hlskommunistInnen »im richtigen Augenblick« die schnellsten, besten Wendeh&#228;lse der Opportunit&#228;t, ganz weil sie empiristisch, pragmatistisch drauf sind und sonst garnichts sind. Der »gesunde Klasseninstinkt« des echten Proleten verliert auch nicht seine Vieldeutigkeit und Wandelbarkeit, wenn er kosmo-intuitiv daherkommt (Hasskarikaturen und Strohpuppen von »USrael«-Schweinen&#038;Parasiten werden weltweit umhergetragen; das Palituch ist mittlerweile geradezu das kosmopopulistische Akzessoire geworden).</p>
<p>Die »Solidarit&#228;t« der Klasse schl&#228;gt dann »mitunter« ebenso atombombenblitzschnell in die klassenlose Solidarit&#228;t der Prolet-Arier um – von der neuen WM-Volksgemeinschaft aller Sportfreunde bis zur Intifada-Solidarit&#228;t aller Vertriebenen und dem arischen Frontstaat aller V&#246;lker gegen den Imperialismus etc.</p>
<p>Die 28 Thesen sprechen von der geschichtlichen Katastrophe auch wieder nur relativierend, funktionalistisch. Platt vereinfachend, im simplifizierenden Erkl&#228;rungskontext des »Vorhabens« seitens »des Sozialstaats« mit dem Ziel, die Arbeiterbewegung, das Proletariat in diesen »einzubinden«, zum Zweck der Konstruktion eines Volksstaats, »hinter dem« nat&#252;rlich die Bourgeoisie steckte (These 5).Sie sprechen nicht vom historischen Resultat einer Arbeiterbewegung, die vor dem Antisemitismus versagt hat, dem NS zum Opfer fiel und dabei in der ungeheuren Mehrzahl beiden zur Mitt&#228;terin und Zuschauerin sich hergegeben hat, womit das gesamte communistische Projekt schliesslich zur Disposition gestellt wird. Wodurch die &#252;berkommene Vorstellung von der Klasse, ihrer Revolution, usw. in der Tat seit einem halben Jahrhundert hinf&#228;llig wurde. Aus dieser gebrochenen Geschichte-zur-Katastrophe hin nehmen die 28 Thesen stillschweigend zumindest die kommunistische Arbeiterbewegung, das revolution&#228;r gesonnene Proletariat heraus; und sie nehmen »die kommunistischen Kritiker« wiederum aus der Klasse heraus.</p>
<p><strong>Heimliche Dreifaltigkeit?</strong></p>
<p>Das Kneifen der 28Thesen vor der Benennung der wirklich entscheidenden Aufgabe von kritischer Theorie und Praxis der neo-communistischen Elemente im neuen Weltproletariat: der Selbstorganisierung zur Klasse-des-Bewusstseins, wirkt sich regressiv auf alle weitertreibenden Kritikans&#228;tze aus. Gegen die Kritik 1.) des »radikalen« Regulationsreformismus der Staats- und Substaatslinken wie 2.) der theoriefeindlichen, wenngleich linksakademisch ges&#228;ugten begriffslos-bewegungslinken Post-Struk/Post-Op-Manageria. Mit diesem siamesischen Zwilling ideologischer Staatsapparate gehen die Thesen eine »insgeheime« Verbindung ein, so dass sie als Trilling erkennbar werden: Was den antitheoretischen Affekt betrifft und die auff&#228;llige Schmerzvermeidungshaltung, nicht dem tats&#228;chlich eingetretenen Bruch der Arbeiterbewegungskontinuit&#228;t ins Auge sehen zu k&#246;nnen. Die Schmerzgrenze ist durch den Popanz von»den Antideutschen« markiert, die der um staatstragende Einheit ringenden Linken als projektive Fremdk&#246;rper, Spalter und Zersetzer im Dienste einer fremden Klassenmacht »alles kaputtmachen« wollen.</p>
<p><strong>Der Standpunkt/Subjekt-Objekt</strong></p>
<p>Was die 28 Thesen von jenen staatstragenden Linken und staatsgetragenen »Subversiven« unterscheidet, ist ihr Standpunkt-Denken – nicht aber die abstrakte »Kommunismus«-Vorstellung, welche die f&#228;llige weltgesellschaftliche Transformation konkret nicht zu denken und nicht zu diskutieren w&#252;nscht. Der leere Attentismus ist ihre Gesch&#228;ftsgrundlage.</p>
<p>»Der kommunistische Standpunkt«, er »will« alles. Alles was tats&#228;chlich nicht ein Ideal ist, sondern Resultat der wirklichen Bewegung, die den bestehenden Zustand aufhebt: Er will das Proletariat aufheben, das Geld &#252;berwinden, den Staat abschaffen usw. Der Standpunkt.</p>
<p>Er sieht nur »Menschen und ihr Werk«, Er »kritisiert« vor allem »den Kapitalismus« als »die totale Vergesellschaftung«! die man der »vollst&#228;ndigen Atomisierung« der armen Menschenmonaden dualistisch gegen&#252;berstellt. Die gigantische Proletarisierung der Welt resultiert aber genau in einer &#252;berreif herausgebildeten weltgesellschaftlichen Gesamtarbeiterin, in ihrer freien und zugleich erzwungenen Association. Von Marxens wiederholtem Hinweis: »da haben wir den kapitalistischen Communismus! nie geh&#246;rt.« Die Anklage des b&#246;sen kalten Kapitalismus ausgerechnet am Umschlagpunkt zum m&#246;glichen, mit Willen und Bewusstsein subjektiv zu schaffenden nicht mehr kapitalistischen Communismus, der auch kein »roher«, vorkapitalistischer oder nachholend-staatskapitalistischer mehr ist, weil er endlich bewusst die weltgeschichtliche Vergesellschaftung vollendet, verr&#228;t die Triebrichtung und Wunschlandschaft der gesamtlinken Seele, deren gef&#252;hlsbegr&#252;ndeten Standpunkt auch noch die neo-operaistischen KritikerInnen (einstweilen noch gegen den Staat) mit den postoperaistischen Kritisierten (l&#228;ngst Bestandteil des Staats) teilen: die bewegungslinke Vergemeinschaftungsideologie.</p>
<p>Er, »der kommunistische Standpunkt« n&#228;mlich, ist es, den die vermeintlich getrennt von der &#252;bergro&#223;en Mehrheit der Proletarisierten sich glaubenden »kommunistischen Kritiker« mit der Linken (die in keiner der 28 Thesen kritisiert, &#252;berhaupt einmal als integraler Fl&#252;gel der b&#252;rgerlichen Gesellschaft endlich communistisch-revolution&#228;r zur Disposition gestellt wird) gemeinsam haben. Und mit der Klasse, deren geheimes Wissen sie beschw&#246;ren: »Erfahrung«, praktisch-arbeiterischer Gef&#252;hlshaushalt, kosmoproletarischer Common Sense.</p>
<p>Soviel zum Standpunkt.</p>
<p><strong>Die letzte Repr&#228;sentation</strong></p>
<p>Der Kosmoprolet wird so zum spektukal&#228;ren Bild, als nicht organisierte, nicht theoretisierte, als imaginierte Repr&#228;sentation dessen, was das Proletariat tun sollte: sich bef&#228;higen, »im richtigen Augenblick das Richtige zu tun«, »vor Ort das Richtige f&#252;r das Ganze zu tun, aus Erkenntnis, nicht aufgrund von Weisungen eines allwissenden revolution&#228;ren Headquarters.«(These 28) Aus Erkenntnis eines die Gesamtkonstellation einigerma&#223;en &#252;berschauenden communistischen Headquarters im Klassenkrieg?</p>
<p>Tats&#228;chlich: ohne revolution&#228;re Organisation der Cosmo-Communist_innen, ohne Headquarter einer zur »Partei im gro&#223;en, welthistorischen Sinne« (Marx) werdenden Weltgesellschaftsklasse der Proletarisierten im Weltb&#252;rgerkrieg f&#252;r eine klassenlose Gesellschaft wird die Transformation nicht gelingen (vgl. Anfang der These 14). Es bleibt nur das Kriterium f&#252;r revolution&#228;re Association, ob dieses Headquarter Teil und Kopf der Arbeiter_innenklasse selber ist, &#220;bernahme des gesellschaftlichen General Intellect, nicht aber, ob es als Werk der Gesamtarbeiterin ebenso »hinf&#228;llig« w&#228;re wie als getrennter Apparat einer Repr&#228;sentation, eines selbsternannten Teils, der &#252;ber die Gesellschaft erhaben ist.</p>
<p>Das gegenw&#228;rtig gehypte Bild vom »Aktivisten/der Aktivistin« und das recycelte Bild vom Neo-Wobblie verstellt genau das, worauf es ankommt: die Selbstorgansierung aller communistoiden und diffus proletarisch-revolution&#228;ren Elemente zur theoretischen Praxis zum Zweck ihres Weitertreibens:</p>
<p>»Sobald diese Theorie ein wenig bekannt geworden ist – vorausgesetzt dies geschieht inmitten der Zusammenst&#246;&#223;e, die den &#246;ffentlichen Frieden st&#246;ren – und noch bevor sie genau verstanden wird, wird die &#252;berall latente Unzufriedenheit durch die blo&#223;e unbestimmte Existenz einer theoretischen Verurteilung der Ordnung der Dinge verst&#228;rkt und verschlimmert. Und danach k&#246;nnen alle Proletarier zu Strategen werden, indem sie anfangen, mit Wut den Krieg der Freiheit zu f&#252;hren.&#8221; (Guy Debord)</p>
<p><strong>Vive la Commune</strong></p>
<p>Es ist ein Unterschied zwischen einer informellen Hierarchie einerseits, die Spontaneismus, Politikabstinenz, &#214;konomismus predigt und die substaatliche »Ausweitung der Kommunisierung« betreibt, und andererseits dem historisch unabgegoltenen, von der Klasse selbst praktisch-konkret neu zu erfindenden Strukturprinzip der Commune (Pariser Kommune 1871):</p>
<p>»Die Prinzipien der Commune … werden sich immer und immer wieder durchsetzen, bis die Arbeiterklasse befreit ist.« (MEW 17:637)</p>
<p>In einer Diskussion der Internationalen wurde Marx&#8217; Fazit folgenderma&#223;en protokolliert:</p>
<p>»&#220;ber die Commune habe es viele Missverst&#228;ndnisse gegeben. Sie k&#246;nne [jedoch] zu keiner neuen Form der Klassenherrschaft f&#252;hren. Wenn die bestehenden Verh&#228;ltnisse der Unterdr&#252;ckung durch die &#220;bergabe der Produktionsmittel an die Arbeiter beseitigt w&#252;rden, (…) werde auch die einzige Basis der Klassenherrschaft und der Unterdr&#252;ckung beseitigt. Aber bevor eine solche Ver&#228;nderung vollzogen werden k&#246;nne, sei eine Diktatur des Proletariats notwendig, und ihre erste Voraussetzung sei eine Armee des Proletariats. Die arbeitenden Klassen m&#252;ssten sich das Recht auf ihre Emanzipation auf dem Schlachtfeld erk&#228;mpfen. Aufgabe der Internationalen Arbeiter Association sei es, die Kr&#228;fte der Arbeiter f&#252;r den kommenden Kampf zu organisieren und zu vereinen.« (MEW 17:437)</p>
<p>Vor dieser wissenschaftlich-communistischen Realistik werden auch noch die letzten Mohikaner des Voluntarismus – ob friedlich-schiedlich-staatsreformerischer Diskursmacht, ob heimlich-unterirdischer Piloten der Revolte – kopfscheu und weisen entschieden »den Zentralismus« des Parteibildungsprozesses des Proletariats, dessen unabdingbar antistaatlich-politische &#220;bergangsformt&#228;tigkeit Marx nur ausgesprochen hat, emp&#246;rt zur&#252;ck. Hier geht die Entr&#252;stung &#252;brigens durch s&#228;mtliche Segmente der Linken und Exlinken im allgemeinen »demokratischen Wunderglauben« (so Marx) gegen Theorie und Praxis des materialistisch-historischen Communismus, wie er von Marx &#252;ber Benjamin bis zu den Situationist_innen unbeirrbar die revolution&#228;re Zerschlagung der Staatlichkeit im Ansatz als Commune-Paradigma immer wieder aktualisiert hat, wenn der Weltb&#252;rgerkrieg sich ins n&#228;chste Stadium zu versch&#228;rfen begann.</p>
<p><strong>Der vollstreckbare Dialog minimal und maximal</strong></p>
<p>In den neuen Zyklen der Krisen- und Katastrophenhaftigkeit der Produktionskonkurrenz f&#252;r den Weltmarkt sind die Proletarisierten verloren, wenn sie »Kommunisierung&#8221; und Vernetzung zwar auf »eine Vorwegnahme der freien Menschheit&#8221; orientierter Assoziationen blo&#223; als »Freiraum&#8221;-Bewegung, als Bewegung um der Bewegung willen missverstehen anstatt im situationistischen Sinne als »St&#252;tzpunkte&#8221;-Strategie. F&#252;r das Maximalprogramm einer weltweiten Commune-aus-Communen ist das Minimum proletarischer Selbstorganisierung gerade angesichts der sich abzeichnenden neuen Weltkonstellation konkret zu aktualisieren.</p>
<p>»In Erw&#228;gung, dass das einzige Ziel einer revolution&#228;ren Organisation die Abschaffung der vorhandenen Klassen auf einem Weg ist, der keine neue Teilung der Gesellschaft mit sich bringt, nennen wir jede Organisation revolution&#228;r, die konsequent auf die internationale Verwirklichung der absoluten Macht der Arbeiterr&#228;te hinarbeitet, so, wie sie durch die Erfahrungen der proletarischen Revolutionen dieses Jahrhunderts skizziert worden ist.</p>
<p>Eine solche Organisation bietet eine einheitliche Kritik der Welt, oder sie ist nichts. Unter einheitlicher Kritik verstehen wir eine Kritik, die sich sowohl global gegen alle [Verh&#228;ltnisse in den] geografischen Zonen richtet, in denen sich verschiedene Formen der sozio-&#246;konomischen getrennten M&#228;chte etabliert haben, als auch global gegen alle Aspekte des [entfremdeten] Lebens.</p>
<p>Eine solche Organisation erkennt Beginn und Ende ihres Programms in der totalen Entkolonisierung des Alltagslebens; sie zielt also nicht ab auf die Selbstverwaltung der bestehenden Welt durch die Massen, sondern auf ihre ununterbrochene Umwandlung. Sie enth&#228;lt die radikale Kritik der politischen &#214;konomie sowie die Aufhebung [le dépassement] der Ware und der Lohnarbeit.</p>
<p>Eine solche Organisation lehnt jede Wiederherstellung der hierarchischen Verh&#228;ltnisse der herrschenden Welt innerhalb ihrer selbst ab. Die einzige Grenzbedingung der Beteiligung an ihrer totalen Demokratie ist die Anerkennung und die Selbstaneignung der Koh&#228;renz ihrer Kritik durch alle Mitglieder: diese Koh&#228;renz muss einerseits in der kritischen Theorie im engeren Sinne und andererseits im Zusammenhang zwischen dieser Theorie und der praktischen Aktivit&#228;t bestehen. Sie kritisiert radikal jede Ideologie als eine von den Ideen getrennte Macht und als Ideen der getrennten Macht. Sie ist also zugleich die Negation jedes Fortlebens der Religion sowie des gegenw&#228;rtigen gesellschaftlichen Spektakels, das von der Masseninformation zur Massenkultur jede Kommunikation zwischen den Menschen monopolisiert – und zwar &#252;ber die einseitige und blo&#223; passive Wahrnehmung der Bilder ihrer entfremdeten T&#228;tigkeit. Sie l&#246;st jede ‚revolution&#228;re Ideologie’ auf, indem sie sie als die Signatur des Scheiterns des revolution&#228;ren Projekts aufdeckt, als das Privateigentum neuer Spezialisten der Macht und als den Betrug einer neuen Repr&#228;sentation, die sich &#252;ber das proletarisierte wirkliche Leben erhebt.</p>
<p>Da die Kategorie der Totalit&#228;t f&#252;r die moderne revolution&#228;re Organisation der letzte Ma&#223;stab ist, ist diese schlussendlich eine Kritik der Politik. Schon in ihrem Sieg muss sie es ausdr&#252;cklich auf ihr eigenes Ende als getrennte Organisation absehen.«(Minimale Definition der revolution&#228;ren Organisationen<br />
(Situationistische Internationale, Paris, Juli 1966. Ver&#246;ffentlicht in: &#8216;internationale situationniste&#8217; 11/Okt.1967)</p>
<p>In These 16 hei&#223;t es &#252;ber »die konkrete Bedeutung« der R&#228;temachtnotwendigkeit: Ihr Werk sei »die Abschaffung der Warenproduktion und folglich des Proletariats«. Hier werden die Situationist_innen jedoch nur halbiert, verk&#252;rzt zitiert. Die ganze revolution&#228;re &#220;bergangsperiode – keineswegs eine »&#220;bergangsgesellschaft«, gar eine vorgeschaltete »sozialistische« vor der »kommunistischen«, wie sie Marx f&#228;lschend als Konstruktion unterstellt wird (These 14, vgl. dagegen klar MEW 19: S.18-21),bedarf noch anti-staatlicher, -politischer, -&#246;konomischer wie &#228;sthetischer Sph&#228;renumw&#228;lzungsformen, die eine communistische Produktion und Verteilung zum tats&#228;chlichen Werk der gesellschaftlichen Gesamtarbeiterin selbst werden lassen in ihrer gesamten ungeheuren Mehrzahl. Es ist eine Umw&#228;lzungsaufgabe in s&#228;mtlichen &#252;berkommenen Sph&#228;ren der Reproduktionstotalit&#228;t, die im Weltma&#223;stab von den Situationisten schon sehr klar in den Blick ger&#252;ckt worden ist: es handelt sich bei dieser &#220;bergangsperiode im Massenma&#223;stab um »die Entscheidung, den Raum nach den Bed&#252;rfnissen der Macht der Arbeiterr&#228;te, der anti-staatlichen Diktatur des Proletariats, des vollstreckbaren Dialogs vollst&#228;ndig zu rekonstruieren. Und die Macht der R&#228;te, die nur dann effektiv sein kann, wenn sie die Totalit&#228;t der bestehenden Bedingungen ver&#228;ndert, wird sich, wenn sie anerkannt werden will und sich selbst in ihrer Welt wieder anerkennen will, keine geringere Aufgabe stellen k&#246;nnen.« (Guy Debord: Die Gesellschaft des Spektakels. These 179)</p>
<p>Von dieser dem sozialen Inhalt nach revolution&#228;ren Klassendiktatur – der Form nach »der totalen Demokratie der Arbeiterr&#228;te« (Guy Debord), generalisierten Selbstverwaltung der Commune-aus-Communen (Marx, S.I.) zwecks Selbstaufhebung der Klassenherrschaft &#252;berhaupt, von der Form des Gemeinwesens »das schon kein Staat im eigentlichen Sinne mehr« sein darf und kann – von dieser materialistisch-anarchocommunistischen Effektivit&#228;t d&#252;rfen die vom Proletariat »Getrennten« mit der Klasse nicht sprechen. Denn wirklich die Totalit&#228;t der bestehenden Bedingungen formbestimmend zu ver&#228;ndern ist die Sache von Spontaneisten und &#214;konomisten nicht. »Das alles ist Geschichte.«</p>
<p>Die Trennungen der Gesellschaft und zwischen den Menschen, deren Aufhebung sie zum Hauptmotiv und Ziel communistischer Revolution erkl&#228;ren und gegen die »totale Vergesellschaftung« der kapitalistischen Produktionsweise einklagen, hier werden sie als Trennung der heimlichen Avantgarde zun&#228;chst von der v&#246;llig »integrierten« Klasse oder dann wieder von »dem Proletariat, das f&#252;r seine Selbstaufhebung bereits weltweit k&#228;mpft« (These 28, Schluss), wieder festgeklopft. Der Grund f&#252;r diese Trennung als Dreh- und Angelpunkt alles weiteren Geschichtsverlaufs bleibt dunkel: irgendwann l&#246;se sich die - vom Proletariat getrennte – »historische Partei«, die selbstgeschaffene »Avantgarde« als »freie Assoziation, welche … schon in ihrem Bestehen eine Vorwegnahme der freien Menschheit ist«, »im klassenbewussten Proletariat« auf: nur, wo kommt das »dann« pl&#246;tzlich her? Offenbar aus der Erziehungst&#228;tigkeit, Bewusstseinsvermittlung jener von ihm die ganze Zeit getrennt gebliebenen Avantgarde namens »eine freie Assoziation«. vielleicht eine gewaltfreie Art Angkar (so hiess Pol Pot’s anonyme »Die Organisation« 1975-79, die ebenfalls ihr insgeheimes Selbstverst&#228;ndnis als »Kommunistische Partei« erst sehr sp&#228;t bekanntgab):»Was die &#252;ber den Globus verstreuten Kommunistinnen und Kommunisten eint, ist nicht die Zugeh&#246;rigkeit zu einer formalen Organisation, gar Weltpartei. Auch die kommunistische Selbstetikettierung der Einen oder des Anderen ist unwesentlich.« (These 28)</p>
<p>Man feiert also die irgendwie abstrakt »freie Assoziation«, egal ob sich selbst und einander die Mitglieder dieser Gemeinschaft nun communistische Kriterien setzen oder nicht, ob sie sich theoretischer Praxis befleissigen oder nicht – Hauptsache sie »nehmen eine freie Menschheit vorweg«, irgendwie. D.h.: als »Linke_r« ist mensch antinationalistisch, antirassistisch, antisexistisch, antikapitalistisch und so weiter, und vor allem »praktisch«, kompatibel f&#252;r jede nette linke WG. Hierin ist die Disposition zur konformistischen Revolte bereits angelegt. Zur Scene muss erstarren, was sich - wie die gesamte Linke es seit jeher tut – als grunds&#228;tzlich und von vornherein etwas anderes als das Proletariat, zu dem ihre Angeh&#246;rigen doch allemal zumeist geh&#246;ren, definiert.</p>
<p>Indes soll eines Tages das von ihnen getrennte Proletariat eines sein, »das f&#252;r seine Selbstaufhebung bereits weltweit k&#228;mpft«, und das w&#228;re der Tag der Aufl&#246;sung der historischen Partei in ihm. Bereits?! Wann w&#228;re das, ohne den langen, weltb&#252;rgerkriegsartigen Weg einer Selbstorganisierung zur Klasse-des-Bewusstseins?</p>
<p><strong>Der versch&#228;mte Voluntarismus revolution&#228;rer Ideologie</strong></p>
<p>Die Abgrenzung gegen »die falsche Alternative von leninistischer Selbstanma&#223;ung und arbeitert&#252;melnder Selbstverleugnung« wird subjektivistisch, sodass sie am kleinsten gemeinsamen Nenner beider, dem Voluntarismus, kleben bleibt. »Eben dieser ‚Voluntarismus’ ist das richtige Moment des Leninismus«, den sie gegen die von Marx schlicht festgestellte historische Notwendigkeit ins Feld f&#252;hren, dass »es nicht darauf ankommt, was dieser oder jener Proletarier sich einstweilen vorstelle, sondern darauf, was das Proletariat historisch zu tun gezwungen sein werden.« (Marx-Paraphrase in These 25) Marx bezeichnet damit nicht mehr und nicht weniger als die »Notwendigkeit bei Strafe des Untergangs«, sich zur gesellschaftlich bewusst handelnden Klasse f&#252;r den Communismus zu organisieren. Die Neuentdecker des Voluntarismus Lenins – im Zweifelsfall immer gerne gegen Marx – verf&#228;lschen dieses Postulat in einen angeblichen »deterministischen Geschichtsoptimismus« und b&#252;rden diese geschichtstheoretische und kategoriale Dummheit dem ungekannten Marx auf. Die Modalkategorie Notwendigkeit ist eine »Wenn… - dann…«-Notwendigkeit, das Gegenteil von Determinismus. Den guten Leninschen Voluntarismus aber wollen sie noch nichtmal mehr in Form und Klasseninhalt des demokratischen Zentralismus - wie urspr&#252;nglich in Lenin’s Konzeption vorgesehen - retten, erfahrungsgem&#228;&#223; droht der Zentralismus dann einfach nur informell.</p>
<p>Sie finden offenbar gerade das »geheime Bruderschaft«-Prinzip daran voluntaristisch brauchbar, vor welchem Marx in der Internationalen Arbeiter Association als vor dem Organisationsprinzip von »geheimen Gesellschaften« warnte, »die man im Gegenteil bek&#228;mpfen muss (…) weil diese Gesellschaften, statt die Arbeiter zu erziehen, sie autorit&#228;ren und mystischen Gesetzen unterwerfen, die ihre Selbst&#228;ndigkeit behindern und ihr Bewusstsein in eine falsche Richtung lenken. Geheime Gesellschaften w&#252;rden den Charakter der Internationalen Arbeiter Association verletzen; ihrer k&#246;nnen sich die Karbonari bedienen; sie dienen nicht den Interessen der proletarischen Bewegung.« (Sept.1871, MEW 1/:655)</p>
<p>Da angeblich von Lenin’s »elit&#228;rer Parteikonzeption um seine Wahrheit gebracht«, so die antiautorit&#228;ren VoluntaristInnen, erneuern sie kurzerhand den Voluntarismus des Machertums in Gestalt ihres mystischen Subjekts der Theorie, Organisation und Praxis der Revolution, wie gesagt: des »Standpunkts«, ex negativo: »Der moderne kommunistische Standpunkt ist keiner, der &#228;usserlich an die Klasse herantritt (…)« Nach diesem Dementi der eigenen beklagten Trennung von der Klasse wird »der Standpunkt« positiv und zeigt was Er alles weiss und kann: »Er weiss vielmehr seinen subjektiven Beweggrund zum Kommunismus objektiv zu deuten, ihn rational und systematisch in seiner Gesellschaftlichkeit zu verstehen [Also: der Standpunkt weiss, versteht und erkl&#228;rt Sich systematisch selbstreferenziell, da Sein Beweggrund nicht etwa objektiv-an-sich gesellschaftlich, sondern apriori subjektiv ist: Kant’s »Erkenntnisverm&#246;gen apriori«], eine Gesellschaftlichkeit allerdings, die Er vorerst nur in abstracto mit allen anderen Proletariern teilt und Dessen Wissen darum unwirklich bleibt.« Also die Unio mystica von Elite und Masse, Avantgarde und Klasse, »unsichtbaren Piloten« und »Volk« …: das Standpunkt-Wissen um »die kollektive Praxis des Klassenkampfes«, um das Pseudokonkrete, das ganz einfach der »diesseitige« Gegenstandpunkt zum »Jenseits eines abstrakten Citoyen-Standpunkts« sein soll.</p>
<p>Anstatt die Abstraktionen als vern&#252;nftige, verst&#228;ndige aus der gesellschaftlichen Praxis herauszuarbeiten als deren inneren Zusammenhang, um diesen dann durch Konkretionsarbeit zum Begreifen der Erscheinungsformen (konkrete Totalit&#228;t) zu entwickeln, die wir im weitertreibenden Klassenkampf ver&#228;ndern k&#246;nnen, wird hier die Abstraktion von vornherein als leere genommen, ein leerer Standpunkt, »dessen Wissen« unwirklich sei. Kantianisch wird die Kluft zwischen unmittelbarer empirischer Erfahrung, »Erkenntnisverm&#246;gen apriori« und unerkennbarem »Ding an sich« (gesellschaftliche konkrete Totalit&#228;t) nicht &#252;berwunden, sondern bleibt in der Trennung zwischen »abstraktem theoretischem Standpunkt« und »konkreter Praxis des Klassenkampfes« h&#228;ngen, es »bleibt die kommunistische Kritik auf sich selbst zur&#252;ckgeworfen«, die sie nur durch »Intervention« von aussen, vom »Standpunkt« her, zu &#252;berbr&#252;cken versucht, um als Fremdk&#246;rper »innerhalb der Klasse Stellung zu beziehen«.</p>
<p>So ersetzt der Standpunkt-als-Kritiker die Menschen, denen die Ausbildung und Entwicklung der Kritik der Verh&#228;ltnisse niemand abnehmen kann.</p>
<p>»In der Praxis muss der Mensch die Wahrheit, das ist Wirklichkeit und Macht, Diesseitigkeit seines Denkens beweisen.« (2. Feuerbachthese) Menschen, Wahrheit und Denken haben die StandpunktvertreterInnen rausgek&#252;rzt. Diese antiontologische und damit antihistorische Operation r&#228;cht sich vor allem, wo es um das Denken der Ambivalenz der Klasse(n) geht, sowie darum, der Wahrheit einer gebrochenen, katastrophischen Geschichte des Menschen und des revolution&#228;ren Teils des Proletariats ins Gesicht zu sehen.</p>
<p>Dieser Text ist eine Spiegelung von <a href="http://theoriepraxislokal.org/deb/zu28_thesen.php">theoriepraxislokal.org</a>.
</p>
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		<title>Kernpunkte von Marx&#8217; Theorie (Michael Weingarten)</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Dec 2007 23:04:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>master of puppetz</dc:creator>
		
		<category>Fremdveranstaltungen</category>

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		<description><![CDATA[Kernpunkte von Marx&#8217; Theorie (Michael Weingarten)
Am Mittwoch, den 19.12.07 um 19.30 Uhr wird Dr. Michael Weingarten einen ersten &#220;berblick &#252;ber Marxistische Theorie und dialektisches Philosophieren geben. Es wird dabei auf die Kernpunkte von Marx&#8217; Theorie eingegangen.
Im Anschluss ist eine Diskussion erw&#252;nscht. Es sind keinerlei Vorkenntnisse von N&#246;ten.
Der Vortrag findet in der Keplerstr. 11 (Uni-Geb&#228;ude K1) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kernpunkte von Marx&#8217; Theorie (Michael Weingarten)</strong><br />
Am Mittwoch, den 19.12.07 um 19.30 Uhr wird Dr. Michael Weingarten einen ersten &#220;berblick &#252;ber Marxistische Theorie und dialektisches Philosophieren geben. Es wird dabei auf die Kernpunkte von Marx&#8217; Theorie eingegangen.<br />
Im Anschluss ist eine Diskussion erw&#252;nscht. Es sind keinerlei Vorkenntnisse von N&#246;ten.<br />
Der Vortrag findet in der Keplerstr. 11 (Uni-Geb&#228;ude K1) im 10. Stock im Raum 10.08 statt.
</p>
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