Negative Party: ALLE REDEN VON DER RAF. WIR NICHT.

1. September ab 16 Uhr bis open end, »Atelier Unsichtbar« (Innerer Nordbahnhof 73, Stuttgart-Nord)

Alle reden von der RAF. Wir nicht.
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Wie immer wird es wohl Kaffee und Kuchen geben, gegrillt werden, der ElektRoman spielt live und es gibt Getränke.

11 Kommentare zu “Negative Party: ALLE REDEN VON DER RAF. WIR NICHT.”


  1. 1 Graf Dunkelzahn 12. Aug 2007 um 18:07

    “Alle reden von der RAF. Wir nicht.” … ja warum denn eigentlich nicht? Ist doch ein schönes Thema: Wie radikal - theoretisch als auch praktisch - darf bzw. soll man als Gesellschaftskritiker denn sein? Welche lehren kann man aus der RAF-Zeit ziehen? Habe gedacht, der SZ ist gerade dazu angetreten, verschiedene historische als auch vorfindliche Praxen zu reflektieren und daraus zu lernen..

  2. 2 Oli 13. Aug 2007 um 17:37

    Das bewaffneter Kampf kein Mittel sein kann die herrschende Verhältnisse zu beseitigen. Den mit gleichen Mitteln, wie das System zu agieren; bedeutet auch deren Folgen daraus zu übernehmen: Die Gewaltspirale zum negativen Chaos. Chaos im negativen Sinne weil es auch ein positives Chaos gibt : Die Anarchy. “Ordnung ohne Herrschaft” (Anarchy) muss sich für die weltweite Abschaffung der Waffen einsetzen…..

  3. 3 M.o.P 13. Aug 2007 um 20:09

    …quod erat demonstrandum.
    - “Wie radikal - theoretisch als auch praktisch - darf bzw. soll man als Gesellschaftskritiker denn sein?” - Urrgh, was für eine schwachsinnige Fragestellung! Vor allem das “sollen” und “dürfen” im Zusammenhang mit Gesellschaftskritik, au weia.
    - “Gewaltspirale”, “positives” und “negatives Chaos”; - angesichts soviel kritischer Versiertheit: rette sich wer kann!

    Da aufgrund der anstehenden 30 Jahre “deutscher Herbst” noch mehr und ähnlicher Schwachsinn und begriffsloses Gesülze zu erwarten sind, finde ich es genau richtig, dass der Seltsame Zusammenschluss sich dem entzieht und interessantere Jubiläen gedenkt.
    Nur soviel zur “Praxis”: Hegel, Marx und Debord sind es wert bacchantisch abgefeiert zu werden. Denn es gilt rationaler zu werden, um zur Leidenschaft zu gelangen!

  4. 4 manne 13. Aug 2007 um 20:42

    ja zum glück wird hier nicht auch noch von der raf geredet…
    in einem hat ja graf dunkelzahn recht, die raf ist teil der geschichte der neuen linken. allerdings nicht gerade das, was als glanzleistung bezeichnet werden darf…was für ein hirnfurz wäre es doch, eine party zum deutschen herbst zu feiern. als ob es da irgend etwas zu feiern gäbe. und ausserdem hat wohl eine party mal sowieso nichts besonders radikales an sich…weder theoretisch, noch praktisch.
    aber andererseits, hoffentlich artet die partyfeierei dann auch nicht in so hippieeskes weltweites waffenabschaffungsgedönse aus…dafür ist der kirchentag da…

  5. 5 only aa but xxx 15. Aug 2007 um 14:49

    aber manne, ein party zum deutschen herbst wäre imho nicht das allerschlechteste. zumindest eine bombenstimmung dürfte herrschen. und mein eindruck der meisten assoziierten war bisher eher ein antimilitaristischer, aber auch keinen fall ein pazifistischer. so musst du dir um “waffenabschaffungsgedönse” eher keine sorgen machen.

    hippieesk wird es aber mit sicherheit wenn diese sogenannten djs von sexyK auflegen. denen reichen die gesinnungswursthaare schon lange über den arsch.

    generell: es gilt sich auch und gerade mit den momenten der geschichte der “linken” zu beschäftigen, die eben keine glanzleistungen darstellen, siehe maoismus. egal, ob dies eklige, sogenannte siege sind oder eben weil sie blutige niederlagen darstellen. nur ist im speziellen fall des jubiläums des deutschen herbstes im moment die denkbar schlechteste zeit sich dem thema kritisch zu nähern. zudem haben wir das in vorerst ausreichender weise mit “the raspberry reich” behandelt.

  6. 6 Graf Dunkelzahn 15. Aug 2007 um 17:26

    @ oli, manne, only aa but xxx
    Super, danke für Eure Kommentare. Das hat wirklich weitergeholfen.

    @ M.o.P
    Du kannst die Eselmaske jetzt wieder abnehmen, Fasching ist vorbei…

    @ all
    Mir ist aber ehrlich immer noch nicht ganz deutlich geworden, warum es jetzt ein schlechter Zeitpunkt ist, sich diesem Thema zu nähern. Wenn nicht jetzt, wann dann? Aus welchen Gründen? Was ist an der herrschenden Diskussion über die RAF so falsch? Was nervt daran? Nur weil “alle”? (viele?) darüber reden, tun es der SZ nicht? Warum? Ich versteh’s noch nicht ganz.. Wo finde ich mehr zu Euren alten Diskussion “the raspberry reich”?

  7. 7 bb ohne zn 16. Aug 2007 um 10:33

    @m.o.p: sei doch nicht immer so destruktiv und arrogant.

    @graf dunkelzahn:
    warum soll man sich denn die themen immer vom herrschenden diskurs aufdrücken lassen? wenn man das macht, spielt man denn dann nicht immer bloß eine zugewiesene rolle in der vorherrschenden dramaturgie?
    letztlich bleibt man in solchen fällen immer passiv, betreibt typische linke feuerwehrpolitik und kommt dabei noch meist zu spät.
    ist es dagegen nicht viel sinnvoller selbst thematisch initiativ zu werden, d.h. sich aus der passivität herauszukatapultieren, indem man eigene diskurse in gang bringt?
    das heisst in oberen fall ja nicht, dass der sz z.b. die themen “deutscher herbst” oder “raf” niemals anrühren würde. auch tut der sz ja nicht so, als ob er vom herrschenden diskurs in keinster weise berührt wäre; das ist ja nicht einmal in dem obigen fall so. aber ist es nicht besser den zeitpunkt für eine inhaltliche kritische aufarbeitung selbst zu wählen, um sich nicht einfach in den strom der ereignisse einzufügen oder einfügen zu lassen und darin unterzugehen?
    ironischer weise bezieht sich ja das plakat auf das “reden über die raf”, aber halt negativ (qua verneinung: “wir nicht”) und eben ironisch. hätte der sz die anstehenden “30 jahre deutscher herbst” einfach gänzlich ignoriert, hättest du höchstwahrscheinlich auch nicht diese diskussion gesucht, oder?

  8. 8 licht ins dunkel! 16. Aug 2007 um 22:03

    es ist vielleicht der scherz, der sich hinter diesem plakat verbirgt, nicht ganz zu allen durchgedrungen.

    nun das bezieht sich darauf: http://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/KontinuitaetUndWandel_plakatAlleRedenVomWetter/index.jpg

    welches sich wiederum hierum bezieht: http://www.baureihe110.de/images/Geschichte/Werbung/wetter02.jpg

    man sieht also: doppelte entwedung rockt wie scheiße. womit wir auch wieder bei linksdeutscher theoriepraxisgeschichte angelangt wären.

  9. 9 wenedikt jerofejew 17. Aug 2007 um 10:51

    ein weniger gutes beispiel der entwendung gibt es hier:

    http://www.alleredenvomwetter.at/

    und was war nochmals rekuperation ?

    http://www.museumsmagazin.com/archiv/2-2004/infothek/part2.php

  1. 1 aus in der vorrunde Trackback am 12. Aug 2007 um 13:59
  2. 2 Lust auf Party? at Fraktale Pingback am 20. Aug 2007 um 11:32
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und hinsichtlich seiner feministisch-politischen Aktualität beleuchtet werden soll.

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