Strukturen und Ideologie des Rechtspopulismus in Ungarn

Freitag, 27. April 2012 19:00 Uhr
19.00 Uhr, DGB-Haus, Willi-Bleicher-Str. 20

In den zwei Jahren seit dem Wahlsieg der völkischen Regierungskoalition in Ungarn sind unter Anderem ein neues Mediengesetz, eine neue Verfassung, eine neue, so genannte Roma-Integrations-Strategie ins Leben gerufen, bzw. verabschiedet worden, und man kann durchaus behaupten, dass sämtliche Bereiche des gesellschaftlichen Lebens inzwischen gleichgeschaltet sind.
Hinter dieser “Gleichschaltung” merkt man deutlich eine ideologische Leitlinie. Manche sprechen von faschistischen oder faschistoiden Tendenzen, wobei der Begriff “faschistisch” in Ungarn verschieden definiert wird. In meinem Vortrag versuche ich die Strukturen der Ideologie aufzuzeigen und anhand dieser Strukturen die Ideologie zu definieren.

Dies ist eine Input-Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und des DGB Region Nordwürttemberg.

Magdalena Marsovszky ist Kulturwissenschaftlerin, Lehrbeauftragte in Fulda, ist Vorstandsmitglied des Villigster Forschungsforums zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus e.V. forschungsforum.net sowie Vorstandsmitglied der neu gegründeten “Bürgerrechtsbewegung für die Republik” in Ungarn, die sich vor allem für Roma einsetzt.

Dokumentation: “Der Irrationalismus des Neoliberalismus.” (Gerhard Stapelfeldt)

Vortrag zur Negation der vernunftgegründeten Utopien im Neoliberalismus

Gehalten in Stuttgart am 05. Januar 2012

Download: Vortrag (41 MB)

Dokumentation: “Leben ohne tote Zeit und Genuß ohne Hemmungen.” (Antje Géra und Claus Baumann)

Zwei Vorträge zur Situationistischen Internationale in der Galerie oberwelt e.V.

Angesichts der Wiederaufnahme offensiverer kritischer Auseinandersetzungen mit den Bedingungen eines möglichen »richtigen Lebens im Falschen« könnte man konstatieren, dass damit auch die Kämpfe um die gesellschaftliche Raum-Zeit neu justiert und mit Vehemenz geführt werden. Nun scheint es jedoch so, als sei angesichts sinnlich wahrnehmbarer Phänomene wie Gentrifizierung, Kommerzialisierung, Branding von (städtischen) Räumen die Problematik vornehmlich eine des Raumes. Uns wird es in den Vorträgen darum gehen, darzustellen, inwiefern gerade die Problematik der Zeit hierbei nicht vernachlässigt werden darf, inwiefern die Problematik wahrhaft freier Zeit ein grundlegendes Moment einer kritischen Gesellschaftstheorie bilden muss. Der Kampf um die freie Zeit stellte gerade für die Situationisten den entscheidenden strategischen Ansatzpunkt zur Veränderung der Gesellschaft in Richtung einer emanzipativen Gesellschaft, da sie eine der Grundbedingungen für Muße. Diese Überlegungen werden wir einbetten und flankieren in kritisch-theoretische Entwürfe eines Begriffs von wahrhaft freier Zeit, wie er sich bei Marx, Benjamin, Adorno reflektiert findet.

Downloads:

Nachbereitung “Der Wahn vom Weltsouverän und die Auslöschung Israels”

Als Nachbereitung der Veranstaltung gegen die Palästina-Solidaritätskonferenz in Stuttgart mit Gerhard Scheit stellen wir nun den Mitschnitt zur Verfügung:

Ausweitung der Kampfzone - Flugblatt und Veranstaltung gegen die Palästina-Solidaritätskonferenz

Ausweitung der Kampfzone
Über die neuesten Angriffe auf die Souveränität des Staates Israel, die Rolle des Völkerrechts und die Sehnsucht nach national befreiten Zonen.

Phänomene, an denen sich der Wahn darstellt, den die bürgerliche Gesellschaft hervorbringt, finden sich in Stuttgart zuhauf. Dies gilt umso mehr in Zeiten, in denen das Krisenpotenzial des Kapitalverhältnisses in zugespitzter Form zum Ausdruck kommt. Denn Stuttgart gilt als Bastion des Bürgertums. Wer hier als Bürger firmiert, hat in der Regel noch was zu verlieren. Der Bürger will sein hart erarbeitetes Stück vom Wohlstand verteidigen, das ihm im Chaos der weltwirtschaftlichen Entwicklungen unterzugehen droht. Er findet die Symbole für den Erhalt dessen, was er nicht verlieren will. Und er sucht die Sinnbilder für das, was er als bedrohlich empfindet und seine liebgewordenen Gewohnheiten umzuwälzen scheint. Wenn der Bürger handelt, dann handelt er in Notwehr. Weil man ihn nicht in Ruhe lässt. Weil er sich betrogen fühlt. Er kritisiert nicht die Geschäftsgrundlage der Gesellschaft, denn Kritik interessiert ihn nicht. Stattdessen sucht er nach Schuldigen; nach den Verantwortlichen dafür, dass das Geschäft nicht störungsfrei funktioniert.

Lies weiter in ‘Ausweitung der Kampfzone - Flugblatt und Veranstaltung gegen die Palästina-Solidaritätskonferenz’

Nachbereitung “Zur Metakritik von Religion und Religionskritik”

Als Nachbereitung des Negativen Nachmittags “Zur Metakritik von Religion und Religionskritik” mit Lars Quadfasel stellen wir nun den Mitschnitt der Veranstaltung zur Verfügung:

Download Vortrag (mp3 156MB)

Artikel von Lars Quadfasel zum Thema in der Bremer Zeitschrift “Extrablatt”:

“Zur Metakritik von Religion und Religionskritik” - Vortrag und Diskussion mit Lars Quadfasel

Sonntag, 13. Juni 2010, 16:00, Stuttgart “Second Take” (Waggons, Nordbahnhofstr. 165, 70191 Stuttgart, Wegbeschreibung: http://secondtake.blogsport.de/wir).

jesus

Der Zustand, den die Religion in der westlichen Welt gegenwärtig bietet, ist ambivalent. Die christliche Religion scheint von der abendländischen Ordnungsmacht zu einer aufgeblasenen Institution für Caritas und Seelsorge heruntergekommen zu sein, die kaum noch den Sonntagsverkauf zu unterbinden vermag. Aktuell kratzen Missbrauchsskandale und Alkoholfahrten prominenter Oberhirten zusätzlich an der verbliebenen moralischen Autorität. Es läge nahe, jene Entwicklung mit Genugtuung als überfälligen Vollzug aufklärerischer Bemühungen zu wähnen.

Gegen eine solche Einschätzung spricht, dass die Religion, nunmehr bar jeder formalen gesellschaftlichen Autorität, sich nicht eben anschickt entsprechend gesellschaftlich irrelevant zu werden. So füllt ein tibetischer Geistlicher mit seinen Kalendersprüchen ganze Fussballstadien und Kreationismus bzw. “Intelligent Design” erheben selbstbewusst Anspruch auf Anerkennung in Schulbüchern.

Indes artikuliert sich ein “neuer Atheismus”, der seinen Ausdruck in den Büchern Richard Dawkins oder Bill Mahers Film “Religulous” findet. Dieser sucht wissenschaftlich die Ansprüche jenes Aberglaubens zurückzuweisen - und mutet dabei wie ein Selbstgespräch an. Notorisch insistiert er auf wissenschaftliche Erkenntnisse, ohne dabei auf die Tatsache zu reflektieren, dass Subjekte, die in vollem Ernst das Alter der Erde auf 5000 Jahre datieren, bereits eine gewisse Disposition zum Wissenschaftsbetrieb verinnerlicht haben müssen. Statt sich ideologiekritisch mit dem Bedürfnis zu solchem Wahn, der theologisch eher blasphemisch denn orthodox ist, zu befassen, widerlegt man diesen lediglich positivistisch und perpetuiert nur, was man kritisieren will, indem man es zur ernsthaft verhandelbaren Position adelt.

Lies weiter in ‘“Zur Metakritik von Religion und Religionskritik” - Vortrag und Diskussion mit Lars Quadfasel’



Fremdveranstaltungen

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Feindbild Israel - der ewige Sündenbock
Vortrag und Diskussion mit Tilman Tarach

Donnerstag, 2. Dezember 2010, 19.30 Uhr Neue Aula, Juristische Fakultät der Universität Tübingen Geschwister-Scholl-Platz (früher Wilhelmstraße 7)

Über keinen Staat gibt es so viele Gerüchte wie über Israel. Tilman Tarach zeigt, daß die deutschen Medien, aber auch Organisationen wie die Uno und jede Menge »Israelkritiker« den Stoff liefern, aus dem diese diffamierenden Legenden gestrickt werden. Die alte Parole »Die Juden sind schuld« wird heute in weiten Teilen der Gesellschaft begierig auf den jüdischen Staat angewendet, und zwar reichlich unabhängig davon, wie er sich verhält.
Dr. Tilman Tarach (Freiburg) ist Autor des Buches “Der ewige Sündenbock. Heiliger Krieg, die ‘Protokolle der Weisen von Zion’ und die Verlogenheit der sogenannten Linken im Nahostkonflikt.”

Eine Veranstaltung der Tübinger Initiative gegen Antisemitismus und Antizionismus und der Gruppe Emanzipation und Frieden.

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Linke Mythen und Israel
Vortrag und Diskussion mit Eldad Beck (Europa-Korrespondent Yedioth Ahronot)

Samstag 27. November, 19 Uhr im Bischof-Moser-Haus, Wagnerstr. 45, Stuttgart (Bohnenviertel)

Die Ein-Staaten-Lösung sei eine gerechte Perspektive, postulieren manche Linken hierzulande und stellen sich damit an die Seite der Terrororganisation Hamas. Beide sind sich einig, der jüdische Staat solle verschwinden. Bei der Staatsgründung 1948 sei es zu Vertreibung und ethnischer Säuberung gekommen. Vergessen wird in der linken Mythenbildung, dass es seit den 20iger Jahren immer wieder antisemitische Pogrome und Terror gab, dass der israelische Staat in einer äußerst feindseligen Umgebung gegründet wurde und schon am ersten Tag von arabischen Armeen überfallen wurde. Allen palästinensischen Flüchtlingen stünde ein Rückkehrrecht zu. Auch diese Forderung zielt auf die Zerstörung Israels. Ein Staat mit einer arabischen Mehrheit ist kein jüdischer Staat mehr. Kein Gedanke wird an die 800.000 jüdischen Flüchtlinge aus arabischen Ländern verschwendet. Gerecht?

Eldad Beck ist Berliner Korrespondent der größten israelischen Tageszeitung Yedioth Ahronot. Er analysiert solche und weitere Mythen und konfrontiert sie mit der Realität in Israel.

Eine Veranstaltung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft .

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Frau Steinbachs falsches Opferbild - Die NS-Vergangenheit des “Bundes der Vertriebenen” und seine fragwürdige Interpretation der deutschen Geschichte
Vortrag und Diskussion mit Erich Später; Mittwoch, 21. Juli 2010, 19 Uhr im Gewerkschaftshaus, Kleiner Saal; Willi-Bleicher-Straße, Stuttgart-Stadtmitte
Am 5. August will der “Bund der Vertriebenen” mit hoher Politprominenz und entsprechender Medienaufmerksamkeit einen “Festakt” im Stuttgarter Neuen Schloss inszenieren. Gefeiert werden soll “60 Jahre Charta der Heimatvertriebenen”, die 1950 in Stuttgart verkündet wurde. Ein Grund, dieser Selbstinszenierung chronischer Geschichtsfälscher entschieden entgegen­zutreten und sich des bis heute verhängnisvollen Wirkens des BdV bewusst zu werden. Weitere Informationen. Eine Veranstaltung der Gruppe Emanzipation und Frieden.

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