Die Kunst der Avantgarde und ihr Verhältnis zum Klassenkampf (Autor: Claus Baumann)

Walter Benjamins, Theodor W. Adornos und Guy Debords kritische Reflexionen der Kunst

Download: Claus Baumann: Die Kunst der Avantgarde und ihr Verhältnis zum Klassenkampf (Online-Publikation – Extended Version – 2013).pdf

Inhaltsverzeichnis

    Präliminarien
    1 Geschichtliche Situierung der Reflexionen Benjamins, Adornos und Debords mit Blick auf die Entwicklung der bürgerlich-kapitalistischen Verhältnisse
    1.1 Walter Benjamin: Der Ausdruckscharakter der Waren und die Phantasmagorie
    1.2 Theodor W. Adorno: Kulturindustrie
    1.3 Guy Debord: Die Gesellschaft des Spektakels
    2 Unterschiede der Kritikstrategien von Debord, Adorno und Benjamin
    2.1 Die situationistische Perspektive auf Kunst und Klassenkampf
    2.2 Die Rolle der Kunst bei Adorno und das Fragwürdigwerden der Klassenkampfperspektive
    2.3 Kunst, Klassenkampf und die Rolle des Intellektuellen bei Benjamin
    3 Resümee
    Literatur

Mit freundlicher Genehmigung des Verlags Westfälisches Dampfboot.

Eine gekürzte Version dieses Artikels ist gedruckt erschienen in:
Malte Völk/Oliver Römer/Sebastian Schreull/Christian Spiegelberg/Florian Schmitt/Mark Lückhof/David Nax (Hg.): „… wenn die Stunde es zuläßt.“ Zur Traditionalität und Aktualität kritischer Theorie. Münster: Verlag Westfälisches Dampfboot, 2012, S. 315-354.

Einige Vorträge der Autor_innen dieses Buchs lassen sich im audioarchiv anhören.

Strukturen und Ideologie des Rechtspopulismus in Ungarn

Freitag, 27. April 2012 19:00 Uhr
19.00 Uhr, DGB-Haus, Willi-Bleicher-Str. 20

In den zwei Jahren seit dem Wahlsieg der völkischen Regierungskoalition in Ungarn sind unter Anderem ein neues Mediengesetz, eine neue Verfassung, eine neue, so genannte Roma-Integrations-Strategie ins Leben gerufen, bzw. verabschiedet worden, und man kann durchaus behaupten, dass sämtliche Bereiche des gesellschaftlichen Lebens inzwischen gleichgeschaltet sind.
Hinter dieser “Gleichschaltung” merkt man deutlich eine ideologische Leitlinie. Manche sprechen von faschistischen oder faschistoiden Tendenzen, wobei der Begriff “faschistisch” in Ungarn verschieden definiert wird. In meinem Vortrag versuche ich die Strukturen der Ideologie aufzuzeigen und anhand dieser Strukturen die Ideologie zu definieren.

Dies ist eine Input-Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung und des DGB Region Nordwürttemberg.

Magdalena Marsovszky ist Kulturwissenschaftlerin, Lehrbeauftragte in Fulda, ist Vorstandsmitglied des Villigster Forschungsforums zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus e.V. forschungsforum.net sowie Vorstandsmitglied der neu gegründeten “Bürgerrechtsbewegung für die Republik” in Ungarn, die sich vor allem für Roma einsetzt.

Dokumentation: “Der Irrationalismus des Neoliberalismus.” (Gerhard Stapelfeldt)

Vortrag zur Negation der vernunftgegründeten Utopien im Neoliberalismus

Gehalten in Stuttgart am 05. Januar 2012

Download: Vortrag (41 MB)

Dokumentation: “Leben ohne tote Zeit und Genuß ohne Hemmungen.” (Antje Géra und Claus Baumann)

Zwei Vorträge zur Situationistischen Internationale in der Galerie oberwelt e.V.

Angesichts der Wiederaufnahme offensiverer kritischer Auseinandersetzungen mit den Bedingungen eines möglichen »richtigen Lebens im Falschen« könnte man konstatieren, dass damit auch die Kämpfe um die gesellschaftliche Raum-Zeit neu justiert und mit Vehemenz geführt werden. Nun scheint es jedoch so, als sei angesichts sinnlich wahrnehmbarer Phänomene wie Gentrifizierung, Kommerzialisierung, Branding von (städtischen) Räumen die Problematik vornehmlich eine des Raumes. Uns wird es in den Vorträgen darum gehen, darzustellen, inwiefern gerade die Problematik der Zeit hierbei nicht vernachlässigt werden darf, inwiefern die Problematik wahrhaft freier Zeit ein grundlegendes Moment einer kritischen Gesellschaftstheorie bilden muss. Der Kampf um die freie Zeit stellte gerade für die Situationisten den entscheidenden strategischen Ansatzpunkt zur Veränderung der Gesellschaft in Richtung einer emanzipativen Gesellschaft, da sie eine der Grundbedingungen für Muße. Diese Überlegungen werden wir einbetten und flankieren in kritisch-theoretische Entwürfe eines Begriffs von wahrhaft freier Zeit, wie er sich bei Marx, Benjamin, Adorno reflektiert findet.

Downloads:

Nachbereitung “Der Wahn vom Weltsouverän und die Auslöschung Israels”

Als Nachbereitung der Veranstaltung gegen die Palästina-Solidaritätskonferenz in Stuttgart mit Gerhard Scheit stellen wir nun den Mitschnitt zur Verfügung:

Ausweitung der Kampfzone - Flugblatt und Veranstaltung gegen die Palästina-Solidaritätskonferenz

Ausweitung der Kampfzone
Über die neuesten Angriffe auf die Souveränität des Staates Israel, die Rolle des Völkerrechts und die Sehnsucht nach national befreiten Zonen.

Phänomene, an denen sich der Wahn darstellt, den die bürgerliche Gesellschaft hervorbringt, finden sich in Stuttgart zuhauf. Dies gilt umso mehr in Zeiten, in denen das Krisenpotenzial des Kapitalverhältnisses in zugespitzter Form zum Ausdruck kommt. Denn Stuttgart gilt als Bastion des Bürgertums. Wer hier als Bürger firmiert, hat in der Regel noch was zu verlieren. Der Bürger will sein hart erarbeitetes Stück vom Wohlstand verteidigen, das ihm im Chaos der weltwirtschaftlichen Entwicklungen unterzugehen droht. Er findet die Symbole für den Erhalt dessen, was er nicht verlieren will. Und er sucht die Sinnbilder für das, was er als bedrohlich empfindet und seine liebgewordenen Gewohnheiten umzuwälzen scheint. Wenn der Bürger handelt, dann handelt er in Notwehr. Weil man ihn nicht in Ruhe lässt. Weil er sich betrogen fühlt. Er kritisiert nicht die Geschäftsgrundlage der Gesellschaft, denn Kritik interessiert ihn nicht. Stattdessen sucht er nach Schuldigen; nach den Verantwortlichen dafür, dass das Geschäft nicht störungsfrei funktioniert.

Lies weiter in ‘Ausweitung der Kampfzone - Flugblatt und Veranstaltung gegen die Palästina-Solidaritätskonferenz’



Fremdveranstaltungen

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Revolution im Dienste der Poesie? – Walter Benjamins, Theodor W. Adornos und Guy Debords Überlegungen zum Verhältnis von Kunst, Avantgarde und Klassenkampf
Vortrag und Diskussion mit Claus Baumann
So., 2. Dezember 2012, 17:00 Uhr, Wilhelmspalais Stuttgart (Konrad-Adenauer-Straße 2)

    Die Krise der Arbeiterbewegung und der Niedergang der großen avantgardistischen Kunstbewegungen sowie die katastrophale Entwicklung des deutschen NS-Faschismus, die in Auschwitz kulminierte, stehen in einem bestimmten Zusammenhang, dem sich auch gegenwärtige Formen der Kunst hierzulande nicht zu entziehen vermögen, selbst wenn ihnen das nicht explizit bewusst ist. Um diese geschichtlich wirkmächtigen Topoi kreisten stets auch die Überlegungen Benjamins, Adornos und Debords, allerdings mit jeweils unterschiedlichen Gewichtungen.
    In seinem Vortrag bringt Claus Baumann diese Reflexionen mit Fokus auf das Verhältnis von Kunst, Avantgarde und Klassenkampf in eine trialogische Konstellation, ohne die Differenzen, die jeweiligen geschichtlichen Orte und Bezugspunkte jener Autoren einzuebnen. Was die verschiedenen Konsequenzen daraus für das gegenwärtige Verhältnis von Kunst und Politik bedeuten, lässt sich anschließend diskutieren.
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Vortrag und Diskussion mit Karl Reitter (Wien, Hrsg. der Zeitschrift Grundrisse
!!!Achtung: Der Termin ist auf 6. November verschoben worden!!!

Dr. habil. Karl Reitter (Uni Wien) spricht über sein Buch: Prozesse der Befreiung. Marx, Spinoza und die Bedingungen
des freien Gemeinwesens. Der Vortrag findet in der Universität Stuttgart
im KII, Keplerstr. 17, Raum 17.17 statt.

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Feindbild Israel - der ewige Sündenbock
Vortrag und Diskussion mit Tilman Tarach

Donnerstag, 2. Dezember 2010, 19.30 Uhr Neue Aula, Juristische Fakultät der Universität Tübingen Geschwister-Scholl-Platz (früher Wilhelmstraße 7)

Über keinen Staat gibt es so viele Gerüchte wie über Israel. Tilman Tarach zeigt, daß die deutschen Medien, aber auch Organisationen wie die Uno und jede Menge »Israelkritiker« den Stoff liefern, aus dem diese diffamierenden Legenden gestrickt werden. Die alte Parole »Die Juden sind schuld« wird heute in weiten Teilen der Gesellschaft begierig auf den jüdischen Staat angewendet, und zwar reichlich unabhängig davon, wie er sich verhält.
Dr. Tilman Tarach (Freiburg) ist Autor des Buches “Der ewige Sündenbock. Heiliger Krieg, die ‘Protokolle der Weisen von Zion’ und die Verlogenheit der sogenannten Linken im Nahostkonflikt.”

Eine Veranstaltung der Tübinger Initiative gegen Antisemitismus und Antizionismus und der Gruppe Emanzipation und Frieden.

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