NN: Wochenendseminar zu Kapital Band II mit Nadja Rakowitz

Freitag 16. 4. bis Sonntag 18. 4. (Freitag, 19:30 Uhr: Institut für Philosophie Seidenstr.36 Raum 36.31; Samstag und Sonntag: Mädchengesundheitsladen e.V.)

Band II des “Kapital” von Karl Marx ist der am wenigsten diskutierte der drei Bände. Er ist dadurch kaum bekannt und vielleicht sogar verkannt — und wartet auf seine Entdeckung. Er behandelt die Zirkulations- und Reproduktionskreisläufe des Kapitals. Er baut dadurch einerseits auf Kapital Bd. I auf, der zunächst den Produktionsprozess des Kapitals entwickelt, und leitet andererseits zum Band III über, wo es dann um den Gesamtprozess des Kapitals geht. Wir werden uns an dem Wochenende mit ausgewählten Passagen des Band II beschäftigten und sowohl die Zirkulation des Kapitals in Abgrenzung zur so genannten “einfachen” Zirkulation aus dem Band I des “Kapital” als auch die erste Betrachtung der gesamtgesellschaftlichen Reproduktion unter Bedingungen des Kapitalverhältnisses diskutieren.

Was wird hier diskutiert? Die Möglichkeit oder gar Notwendigkeit der Krise? Oder der Beweis für das “Funktionieren” der Reproduktion? Dies sind nicht bloß spitzfindige ökonomietheoretische, sondern Fragen von hoher politischer Sprengkraft. Wir werden uns außerdem mit den verschiedenen Textfassungen dieses Bandes auseinandersetzen — dem Originalmanuskript von Marx und der Druckfassung von Engels.

Die Veranstaltung am Freitagabend ist offen; dagegen ist eine Anmeldung für den Workshop am Samstag und Sonntag erforderlich (die Teilnehmer_innenzahl ist auf 20 begrenzt) über marxseminar[at]gmx.net. Nach Anmeldung wird ein Texte-Reader zugesandt.

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Die Veranstaltung wird gefördert vom Rosa-Luxemburg-Forum
für Bildung und Analyse in Baden-Württemberg e.V.
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Fremdveranstaltungen

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Frau Steinbachs falsches Opferbild - Die NS-Vergangenheit des “Bundes der Vertriebenen” und seine fragwürdige Interpretation der deutschen Geschichte
Vortrag und Diskussion mit Erich Später; Mittwoch, 21. Juli 2010, 19 Uhr im Gewerkschaftshaus, Kleiner Saal; Willi-Bleicher-Straße, Stuttgart-Stadtmitte
Am 5. August will der “Bund der Vertriebenen” mit hoher Politprominenz und entsprechender Medienaufmerksamkeit einen “Festakt” im Stuttgarter Neuen Schloss inszenieren. Gefeiert werden soll “60 Jahre Charta der Heimatvertriebenen”, die 1950 in Stuttgart verkündet wurde. Ein Grund, dieser Selbstinszenierung chronischer Geschichtsfälscher entschieden entgegen­zutreten und sich des bis heute verhängnisvollen Wirkens des BdV bewusst zu werden. Weitere Informationen. Eine Veranstaltung der Gruppe Emanzipation und Frieden.

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Buchvorstellung und Diskussion mit dem Autoren Henning Böke: Maoismus
Freitag, 25.04.2008, 19.00 Uhr - Subversiv (Burgstallstr. 54, Stuttgart-Heslach)
“Mit seinem eigenständigen Sozialismus, der sich von dem der Sowjetunion scharf abgrenzte, bildete das China Mao Tse-tungs um 1970 einen bedeutenden Bezugspunkt für Befreiungsbewegungen in der Dritten Welt wie für die progressive Intelligenz im Westen: Der Maoismus war damals eine maßgebliche linke Strömung, mit der großen Hoffnung auf ein alternatives Gesellschaftsmodell jenseits von Kapitalismus und bürokratischem Staatssozialismus verbunden waren.” (theorie.org)

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Perspektiven für eine zeitgemäße feministische Politik (Referentin: Frigga Haug)

    Donnerstag, 20. März 2008 um 20 Uhr, im Subversiv (Burgstallstraße 54, Stuttgart-Heslach)

“Rosa Luxemburg und die Kunst der Politik” lautet das jüngst erschienene Buch von Frigga Haug, das im Rahmen dieses Vortrags eingehender vorgestellt
und hinsichtlich seiner feministisch-politischen Aktualität beleuchtet werden soll.

(Veranstaltergruppe: noya)

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